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18. November 2017 | 02:18 Uhr

Tor zur Innenstadt: Brückenbau liegt auf Eis

vom

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2013 | 06:42 Uhr

Rostock | Stillstand am Rostocker Mühlendamm: Anderthalb Jahre nachdem die marode Schleusenbrücke abgerissen wurde, liegen die Planungen für einen Neubau jetzt wieder auf Eis. Denn ein Konflikt zwischen Bund, Ländern und der Hansestadt Rostock sorgt dafür, dass die bisherigen Planungen erst einmal gestoppt werden. Der für Mai geplante Baustart verzögert sich damit auf unbestimmte Zeit.

Hintergrund ist, dass der Bund als bisheriger Eigentümer die Verantwortung für die Oberwarnow und die Schleuse am Mühlendamm abgeben will. Ob das Land oder die Hansestadt übernehmen, ist noch nicht geklärt. Ebenfalls offen ist, ob es nach einem Ausstieg des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund als Bundesbehörde noch einen Schleusenbetrieb am Rostocker Mühlendamm geben wird. "Ohne Schleuse müssten auch die Planungen für den Brückenneubau geändert werden", sagt Heiko Tiburtius, Leiter des Rostocker Tief- und Hafenbauamtes. Denn dann würde eine normale Straßenbrücke reichen. Das wäre zwar günstiger, hätte für Schifffahrt und Tourismus aber negative Auswirkungen: Weder Sport- noch Ausflugsboote würden mehr von der Unter- auf die Oberwarnow gelangen.

Wenn der Bund die Aufgaben zur Unterhaltung der Wasserstraße und der Schleuse abgibt, kämen auf den neuen Eigentümer hohe Kosten zu. Das Land hat sich noch nicht abschließend zu einer Übernahme positioniert. Gestern haben die Abstimmungen zwischen den Ministerien begonnen. Anfang kommender Woche soll es zwischen dem Infrastruktur- und dem Umweltministerium ein Koordinierungstreffen geben. Auch das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus ist einbezogen. Am 5. März ist ein Spitzengespräch zur Zukunft der Wasserstraße im Rostocker Rathaus geplant, an dem Vertreter aller Landesministerien, der Bundesbehörde und der Hansestadt teilnehmen sollen.

Eine schnelle Lösung des Problems ist nicht nur für den Wassertourismus wichtig, sondern auch für den Straßenverkehr. Denn die Schleusenbrücke ist eine der beiden Verbindungen aus Richtung Osten in die Innenstadt. Als Zwischenlösung war Ende 2011 eine Behelfsbrücke eingerichtet worden. Doch diese ist einspurig und durch Tempo- und Gewichtsbegrenzungen nur eingeschränkt nutzbar. Außerdem verursacht sie in jedem Monat Kosten in vierstelliger Höhe.

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