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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 02:11 Uhr

Rostock : Toitenwinkler setzen sich ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vereinigte Bürgerinitiative engagiert sich seit 25 Jahren für die Entwicklung sowie die Kinder und Jugendlichen ihres Stadtteils

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Nicht meckern, sondern machen – so könnte das Motto der Vereinigten Bürgerinitiative Toitenwinkel (VBT) lauten. Denn seit mittlerweile 25 Jahren kümmern sich ihre Mitglieder aus eigenem Antrieb um drängende Fragen im Stadtteil.

Der Anstoß dazu kam zu einer Zeit, in der politisch wie gesellschaftlich vieles in der Schwebe war. „Kurz nach der Wende gab es ein politisches Vakuum, die zukünftige Verwaltungsstruktur war zunächst unklar“, berichtet Günter Rohde, der heutige Vorsitzende der VBT. „Wir wollten dieses Vakuum füllen, damit sich der Stadtteil gut entwickeln kann“, fügt er hinzu. Dem Aufruf, sich gemeinsam zu einer Interessengemeinschaft für den Stadtteil zusammenzufinden seien mehr als 100 Leute gefolgt.

Die Arbeit der Initiative ist unmittelbar mit der Geschichte des Stadtteils verbunden. Ende 1987 sind die ersten Bewohner nach Toitenwinkel gezogen, 1990 waren es schon fast 10 000, berichtet Günter Rohde. Dennoch habe zu diesem Zeitpunkt immer noch eine funktionierende Infrastruktur gefehlt. An diesem Punkt hat die Bürgerinitiative mit ihrer Arbeit angesetzt.

In drei Arbeitsgruppen haben sich die Toitenwinkler schließlich mit Themen wie Kultur und Freizeit, Natur und Umwelt sowie Dienstleistung und Handel beschäftigt. Strukturelle Mängel wie Lärmbelästigung durch die vielen Baustellen in dieser Zeit oder die chaotische Verkehrsführung haben die Mitglieder der Initiative an ihre Kontakte in der Stadt weitergeleitet. „Man hat uns von Anfang an ernst genommen, mit uns geredet.“

Im Dezember 1991 hat sich die VBT zu einem Verein umstrukturiert. „Es war abzusehen, dass die Bürgerinitiative politisch nicht mehr gebraucht wird“, so Rohde. Mit der Bildung der Ortsbeiräte bekam der Stadtteil eine offizielle Interessenvertretung innerhalb der Verwaltung.

Geschmälert hat sich das Engagement der Vereinigten Bürgerinitiative dadurch aber nicht, es konzentriert sich seitdem vielmehr auf einen besonderen Themenschwerpunkt: die Kinder- und Jugendarbeit. So ist es dem Verein unter anderem zu verdanken, dass im Jahr 2000 der erste offizielle Jugendtreff des Stadtteils entstehen konnte.

Aktuell verfolgt der Verein vor allem ein Ziel: „Wir wollen die Generation der über 20-Jährigen für uns gewinnen“, so Günter Rohde. Dabei haben die Vereinsmitglieder auch den Generationswechsel in den eigenen Reihen vor Augen. „Eine neue Generation muss aus sich heraus Impulse entwickeln, damit der Stadtteil auch noch in ein paar Jahren davon profitieren kann“, so Quartiermanager Jens Anders. Ein Anstoß dafür sei beispielsweise das Kulturfestival „Ankern in T’winkel“, das im Sommer bereits zum zweiten Mal stattfinden wird.

Ihre engen Kontakte zu den politischen Instanzen hält die VBT bis heute. „Ohne den Rückhalt der Bürgerschaftsfraktionen wäre das alles nicht möglich gewesen. Das ist bis heute so“, betont Günter Rohde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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