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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. September 2017 | 10:47 Uhr

Video: Schock in Rostock : Tod auf der Uni-Baustelle

vom

61-jähriger Arbeiter bei Unfall von Betonplatte erschlagen - die Kriminalpolizei ermittelt

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 11:26 Uhr

Ein tragisches Unglück hat sich heute auf dem Gelände des Universitätsklinikums Rostock abgespielt: Auf der Baustelle der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) in der Schillingallee ist am Morgen ein 61-jähriger Arbeiter bei einem Unfall tödlich verunglückt. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Mann aus Brandenburg beim Abladen einer tonnenschweren Betonplatte getroffen und war sofort tot.

 

Der Vorfall habe sich gegen 8.40 Uhr ereignet, so Polizeisprecherin Isabel Wenzel. Ersten Berichten zufolge soll die Platte seitlich von einem Lkw-Anhänger gekippt sein und einen der dort stehenden Bauarbeiter getroffen haben. Angeblich konnte ein Spanngurt das Gewicht nicht mehr halten und riss – weder Polizei noch der für die ZMF zuständige landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) bestätigen jedoch diese Vermutungen. „Was genau passiert ist, ist bisher noch unklar. Wir warten die Untersuchungen ab“, sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Er unterstreicht:  „Wir bedauern den Vorfall zutiefst.“

Generell gebe es auf den Baustellen des BBL aber keine Sicherheitsdefizite. Es sei der erste größere Unfall auf dem Gelände der ZMF in Rostock, der derzeit größten Baustelle in Mecklenburg-Vorpommern, und generell der erste mit Todesfolge in der Geschichte des nach der Wende gegründeten BBL, so Hoffmann.

Nach dem Unfall am Morgen wurde die Unglücksstelle sofort abgesperrt, die Bauarbeiten auf dem betroffenen Areal gestoppt. Laut Sprecherin Wenzel  ermittele nun die Kriminalpolizei, auch Sachverständige des Landesamts für Gesundheit und Soziales MV (Lagus) und der Dekra seien hinzugezogen worden. Bereits am frühen Nachmittag haben die derzeit 25 auf der Campus-Baustelle beschäftigten Arbeiter ihre Tätigkeiten  wieder aufgenommen.

Die ZMF sollen die größte und modernste medizinische Einrichtung des Landes werden. Für 143 Millionen Euro entstehen in der Schillingallee Notaufnahme, Intensivstation, Tagesklinik, Labore und ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Künftig können beispielsweise Patienten mit einem Hirninfarkt vor Ort behandelt werden, anstatt wie bisher nach Gehlsdorf gebracht werden zumüssen.  Der Grundstein für das Zentrum wurde im Juni 2016 gelegt, im September soll Richtfest gefeiert werden. Bauende und Inbetriebnahme sind für 2019 anvisiert.

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