Vereinsserie : Tipps für selbstbestimmtes Leben

Mit viel Spaß beim Adventsbasteln im Bauernhaus Biestow dabei sind Edeltraut Blaum (v. l.), Christian Buhler, Hannelore Biedenweg, Elke Skarnelius, Monika Enter, Eleonore Weber, Gerd Saft, Christian Binsch, Edda Enter, Adelheid Saft, Edelgard Mücke, Chirle-Janett Eimecke, Beate Gelhaar und Michael Bruns und Irmtraudt und Günter Schmidt (vorn sitzend).
Mit viel Spaß beim Adventsbasteln im Bauernhaus Biestow dabei sind Edeltraut Blaum (v. l.), Christian Buhler, Hannelore Biedenweg, Elke Skarnelius, Monika Enter, Eleonore Weber, Gerd Saft, Christian Binsch, Edda Enter, Adelheid Saft, Edelgard Mücke, Chirle-Janett Eimecke, Beate Gelhaar und Michael Bruns und Irmtraudt und Günter Schmidt (vorn sitzend).

Dialyse Rostock e.V. tauscht sich zur Erkrankung aus.

von
10. Dezember 2017, 16:00 Uhr


Der Verein Dialyse Rostock e. V. wurde im Jahr 1990 gegründet. „Hauptziel war es, unter den veränderten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen eine Interessenvertretung für chronisch Kranke zu etablieren“, sagt Christian Binsch, der Gründungsmitglied war und heute Vereinsvorsitzender ist. Zu den derzeit rund 50 Mitgliedern, die aus Rostock und dem Umland kommen und alle über 40 Jahre alt sind, gehören Transplantierte ebenso wie Nierenkranke vor der Dialyse, Dialyse-Patienten sowie deren Angehörige, Ärzte und Pfleger aus dem Dialyse-Bereich. „Einige unserer Mitglieder sind fast 30 Jahre Dialyse-Patienten. Deren Tipps für ein selbstbestimmtes Leben sind für Jüngere sehr wertvoll“, sagt Christian Binsch, der selbst seit 1994 dialysepflichtig ist. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die Dialyse fast das ganze Leben und auch das der Familie verändert. „Dennoch kann man mit der Krankheit gut leben. Schließlich dürfen wir alles essen und trinken. Allerdings alles in Maßen und kontrolliert“, sagt der Betriebswirt, der freiberuflich im Bereich Spedition und Logistik als Trainer arbeitet. Als Vereinsvorsitzender vertritt er ehrenamtlich die Interessen der Mitglieder und hält den Kontakt zu Ärzten und Pflegern.

„Auch wenn die Krankheit allgegenwärtig ist, wir reden nicht nur darüber, sondern auch über unsere Arbeit und unsere Hobbys. Wir treffen uns regelmäßig zu interessanten Veranstaltungen, zu denen auch die Angehörigen willkommen sind“, sagt der 58-Jährige. So finden sich die Frauen und Männer monatlich zusammen, gerne auch im Bauernhaus Biestow, wo sie im Sommer ein Gartenfest feiern und im Advent gemeinsam basteln. Die stimmungsvolle Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr am 14. Dezember stattfindet und zu der der Schweriner Schauspieler und Radiomoderator Benjamin Nolze erwartet wird, ist ein Höhepunkt im Vereinsleben. Aber auch die Tages- und Wochenendfahrten durch Mecklenburg-Vorpommern sind für die Vereinsmitglieder stets eine besonders willkommene Abwechslung. „Es ist immer wieder toll zu sehen und zu erleben, was wir hier in unserem Bundesland alles direkt vor der Nase haben, was hier geboten wird“, schwärmt Christian Binsch.

Wie der Vereinsvorsitzende betont, würde er gern auch jüngere Menschen mit Nierenerkrankungen in den Reihen begrüßen. „Denn gerade junge Leute, die vielleicht sogar auf eine Transplantation hoffen, finden bei uns offene Ohren für all ihre Sorgen und Probleme. Und wir können auf Wunsch auch so manch wichtigen Ratschlag geben. Gern beziehen wir auch die Angehörigen ein“, versichert Christian Binsch.






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