Zoo Rostock : Tierpflegerin für einen Tag

Mehlwürmer stehen auf dem Speiseplan der Inkaseeschwalben, die Lisann in der Vogelvoliere füttert.  Fotos: Anne Schwartz
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Mehlwürmer stehen auf dem Speiseplan der Inkaseeschwalben, die Lisann in der Vogelvoliere füttert. Fotos: Anne Schwartz

Elfjährige Lisann ist Siegerin des NNN-Gewinnspiels im Magazin „Bärenstark“

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12. August 2015, 15:00 Uhr

Es ist kurz vor 10 Uhr im Rostocker Zoo. Erste Besucher strömen bei durchwachsenem Wetter in den Park und machen sich auf die Suche nach Eisbären, Löwen und Co. Mittendrin: Die elfjährige Lisann, die als Siegerin des NNN-Gewinnspiels hinter die Kulissen des Rostocker Zoos schauen darf und die Tierpfleger bei ihrer täglichen Arbeit begleitet.

„Ich bin zwar oft im Zoo, in die Ställe durfte ich bisher aber nicht. Daher freue ich mich riesig, bin aber auch ein wenig aufgeregt“, verrät die Elfjährige. Der Tag beginnt auch im Rostocker Zoo mit dem Frühstück. Anders als bei Lisann stehen bei den Inkaseeschwalben in der großen Vogelvoliere aber weder Tee noch Brötchen auf dem Speiseplan. Stattdessen gibt es Mehlwürmer, die Lisann gemeinsam mit Besucherbetreuerin Frauke Herger an die Vögel verteilt.

Während die Inkaseeschwalben noch genüsslich fressen, geht es für Lisann schon weiter. In der Bastelstube des Zoos soll neues Spielzeug für die verschiedenen Affenarten gebaut werden. „Für Tiere im Zoo ist das eine willkommene Beschäftigung“, erklärt Frauke Herger. Mit Erdnüssen, Rosinen, Pellets sowie Obst und Gemüse macht sich Lisann mit Zoo-Mitarbeiter Denny Megallis an die Arbeit. Gemeinsam befüllen sie Flaschen mit den tierischen Leckereien. Damit es nicht ganz zu einfach für Silberrücken Assumbo und Co wird, drückt Lisann auch immer wieder eine Schicht Holzwolle dazwischen. Auch Fußbälle und Papprollen werden danach auf die gleiche Art und Weise befüllt.

Mit den tierischen Leckereien im Gepäck geht es für Lisann nun in das Altwelt-Affenhaus, in dem Husaren- und Bartaffen zu Hause sind. Auf dem Weg dorthin darf auch eine Streicheleinheit für die Trampeltiere, die Lisann sofort ins Herz schließt, nicht fehlen. „So dicht war ich dort noch nie dTiere die mitgebrachten Möhren in Windeseile verschlingen.

Nicht viel länger dauert die Knobelaufgabe im Anschluss bei den Husarenaffen. Geschmeidig hangeln sich die kleinen Tierchen an den Ästen im Altwelt-Affenhaus entlang und finden die zuvor versteckten Leckerlis in Rekordzeit. Was die Kleinaffen sonst noch so fressen, erfährt Lisann im Anschluss von Tierpflegerin Katrin Reimer. „Vor allem Obst und Gemüse kommen hier auf den Tisch“, sagt sie. Ähnlich sieht der Speiseplan bei den Gorillas und Orang-Utans aus. Mittlerweile im Darwineum angelangt, kommen nun die gefüllten Plastikflaschen zum Einsatz. Orang-Utan Männchen Sabas freut sich sichtlich über die Beschäftigung, die ihm Lisann gemeinsam mit Tierpfleger Manuel Kiep zuwirft.

Während sich Sabas noch über die kleinen Leckereien hermacht, ist der Tag im Rostocker Zoo für Lisann wie im Fluge vergangen. „Die Trampeltiere und der Blick hinter die Kulissen des Darwineums waren am schönsten“, sagt die Schülerin mit strahlenden Augen.

Auf die Frage, ob sie nun auch Tierpflegerin werden möchte, antwortet Lisann sofort: „Als Nebenjob in den Ferien wäre das sicher ganz cool.“

Tierpfleger-Schnupperkurs im Rostocker Zoo: in den Ferien immer dienstags von 10 bis 13 Uhr

Das NNN Zoo-Magazin ist im Zoo sowie in der NNN-Geschäftsstelle in der Bergstraße 10 erhältlich

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