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19. November 2017 | 15:25 Uhr

Tierklinik: Bürger dürfen mitreden

vom

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 07:32 Uhr

Gartenstadt | Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat es versprochen: Die Bürger werden bei der Entscheidung über den Standort der Tierklinik einbezogen. Und auch Klinikleiter Dr. Jens-Christian Rudnick erklärt, wenn die derzeitigen Prüfungen sich zu relevanten Neuigkeiten verdichten, wird er sich einem Gespräch mit den Anwohnern keinesfalls verschließen. Noch sei es dafür aber zu früh, da bislang lediglich Vorüberlegungen angestellt würden, sagt Rudnick.

Die Anwohner im Wohn- und Sportpark Tannenweg haben sich derweil schon zu einer Initiative zusammengaschlossen, um eine Ansiedlung der Tierklinik mit angeschlossenem Tierheim zu verhindern. Sie fürchten eine zunehmende Lärmbelastung. "Dass es so einen Gegenwind gibt, tut mir leid", sagt Tierarzt Rudnick. Natürlich seien die Interessen der Anwohner berechtigt. Aber er betont: Auch die Tierklinik leiste einen wichtigen Beitrag und wolle dies in Zukunft bestmöglich fortführen.

Der Klinikstandort in der Thierfelderstraße ist dringend sanierungsbedürftig. Darum sucht die Klinik, die auch die Rostocker Zoo-Tiere betreut, einen Standort, an dem komplett neu gebaut werden kann. "Als Unternehmen stellen wir immer Überlegungen an, wie wir uns weiterentwickeln können", sagt Rudnick. Schließlich sollen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden: "Und dazu gehört es auch, moderne und wirtschaftliche Räume zu schaffen." Die Gebäude in der Thierfelderstraße, die die Tierklinik derzeit nutzt, wurden Anfang der 1950er-Jahre errichtet.

Darum hat sich Tierarzt und Klinik-Chef Rudnick auf der Suche nach einem geeigneten neuen Standort an das Stadtplanungsamt gewandt. Wichtig ist die Nähe eines möglichen neuen Standorts zum Rostocker Zoo, da die beiden Einrichtungen eng zusammenarbeiten. Ein Grundstück am Tannenweg geriet so in die engere Wahl.

Eine Untersuchung zum Schallschutz wurde durch die Tierklinik in Auftrag gegeben. "Diese wird eine wesentliche Grundlage der Entscheidung über die Einleitung eines Bebauungs plan-Änderungsverfahrens sein", erklärt Methling. Parallel habe die Stadt die Tierklinik gebeten, alternative Flächen zu prüfen. Davon gibt es laut Monika Fritsche, Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt, fünf.

Oberbürgermeister Methling betont: "Der Gedanke des Neubaus einer Tierklinik an einem anderen Standort ist nicht das Ergebnis städtischer Planungen, sondern Wunsch der Tierklinik selbst." Die Stadtverwaltung begleite und berate die Einrichtung auf diesem Weg. Sollte schließlich eine Entscheidung für den Standort im Tannenweg fallen, ist vor einer tatsächlichen Ansiedlung eine B-Plan-Änderung nötig. "Dieser Prozess ist völlig ergebnisoffen und von Anbeginn mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung verbunden", so Methling. Demnächst werde es eine Anwohnerversammlung geben, versicherte das Stadtoberhaupt.

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