neues wohngebiet : Tierklinik bekommt Nachbarn

Die Tierklinik darf bleiben, aber das Tierheim muss an einen anderen Ort ziehen.
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Die Tierklinik darf bleiben, aber das Tierheim muss an einen anderen Ort ziehen.

Rostocker Rathaus stellt Bebauungsplan für die Thierfelderstraße auf / Heim muss an einen anderen Standort ziehen

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11. August 2015, 15:00 Uhr

Wohnen statt Wissenschaft und Technik: Die Stadtverwaltung will die Flächen rund um die Thierfelderstraße umwidmen. Am 9. September entscheidet die Bürgerschaft über die Aufstellung des Bebauungsplans für das 6,8 Hektar große Gebiet zwischen Parkstraße, Satower Straße, Dr.-Lorenz-Weg und Straßenbahngleisen im Barnstorfer Wald.

Voraussetzung für das Vorhaben ist, dass auch der Flächennutzungsplan angepasst wird. In ihm ist das weitgehend brachliegende Areal derzeit noch als Sonderbaufläche für Wissenschaft und Technik gekennzeichnet. „Von dieser ursprünglichen Planungsabsicht wird Abstand genommen, da bisher kein konkreter Bedarf für entsprechende Nutzungen angezeigt wurde“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die Bürgerschaft. Außerdem stünden für diese Zwecke noch zahlreiche weitere Flächen zur Verfügung. Stattdessen sollen am Standort nun Wohnhäuser mit mindestens drei, maximal fünf Geschossen entstehen. „Grundsätzlich soll das Plangebiet auch besonderen Wohnformen und dem studentischen Wohnen offen stehen“, heißt es in der Vorlage. Zudem sei vorgesehen, den grünen Charakter und die großen Bäume möglichst zu erhalten. Dazu sei der Vegetationsbestand bereits erfasst worden.

Untersuchungen zum Schallschutz hat es ebenfalls schon gegeben. Denn „der Standort weist eine relativ hohe Vorbelastung durch Lärmquellen auf“, so die Verwaltung. Deren Verursacher seien Autos, Straßenbahnen, Regionalbahnen und Gewerbeeinrichtungen wie der LT-Club nebenan. „Aufgrund der teilweise hohen Lärmwerte wurde eine Reihe von Festsetzungen zum Lärmschutz und damit Einschränkungen getroffen, die der Sicherstellung gesunder Wohnverhältnisse dient“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage. Darüber hinaus soll die Thierfelderstraße im westlichen Bereich etwas verschoben werden, um die Bauflächen effektiver nutzen zu können. Auch der Kurvenbereich im Verlauf der Parkstraße wird verändert: An der Einmündung zur Voßstraße wird ein Kreisverkehr gebaut, der die sichere Ein- und Ausfahrt in das Wohngebiet ermöglicht.

Bereits bestehende Einrichtungen wie die Kita und die Tierklinik bleiben erhalten. Die Kita soll sogar noch saniert und erweitert werden. Und für die Tierklinik würden bauliche Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigt, so die Verwaltung. Das angeschlossene Tierheim allerdings müsse künftig an einen anderen Standort ziehen.

Der überwiegende Teil der Grundstücke gehört der Hansestadt. Sie übernimmt auch die weiteren Planungskosten. Investieren sollen am Ende aber voraussichtlich private Geldgeber.

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