Tierischer Einsatz: Hunde halten Polizisten in Schach

Bissig oder nur besonders hungrig? Drei Rottweiler belagerten gestern ein Polizei-Auto. Sie waren nach einem Einbruch auf ein Firmengelände  ausgebüxt. Stefan Tretropp
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Bissig oder nur besonders hungrig? Drei Rottweiler belagerten gestern ein Polizei-Auto. Sie waren nach einem Einbruch auf ein Firmengelände ausgebüxt. Stefan Tretropp

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24. März 2013, 07:25 Uhr

Toitenwinkel | Mit außergewöhnlichen Gegenspielern hatte es die Rostocker Polizei gestern Vormittag in Toitenwinkel zu tun. Drei Rottweiler bedrängten Polizisten, die in ihrem Streifenwagen gerade auf dem Weg zu einem Einsatz im Gewerbegebiet am Hainbuchenring waren. Dort war kurz zuvor bei einer Dachdeckerfirma eingebrochen worden. Durch das dabei entstandene Loch waren die Tiere offenbar hinaus auf die Straße gelangt. Doch statt sich die Einbrecher vorzunehmen und sie zu verjagen, belagerten die drei Wachhunde die herbeigerufenen Ordnungshüter. Die zogen sich vorsichtshalber in ihren Streifenwagen zurück.

Etwa eine Stunde lang wurden die Beamten dort von den drei Rottweilern in Schach gehalten. Versuche, die Vierbeiner zu besänftigen, scheiterten. So wollten die Polizisten die Rottweiler milde stimmen, indem sie Hunde-Leckerlis aus dem Fenster warfen. Einer der Beamten gab sogar sein letztes Stück Kuchen heraus. Doch vergeblich: Die aufmerksamen - und womöglich auch hungrigen - Wachhunde ließen das Polizeiauto nicht passieren.

Daran konnte auch die Feuerwehr nichts ändern, die wenig später mit einer Einheit der Tierrettung zur Unterstützung an den Einsatzort kam. Die Feuerwehrleute mussten ebenfalls vor den Hunden kapitulieren und blieben in ihrem Auto.

Erst, als es ihnen gelungen war, die Hunde zurück auf das Firmengelände zu locken, konnten die Einsatzkräfte sich aus ihren Autos wagen. Richtig friedlich wurden die Wachhunde erst, als ihr Besitzer dazukam. Dann konnten die Beamten mit den Ermittlungen zum Einbruch auf dem Firmengelände beginnen. Von dort hatten die Einbrecher einen Transporter gestohlen. Wie ihnen das angesichts der guten Bewachung gelungen war, bleibt ein Rätsel.

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