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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 16:21 Uhr

Rostock : Theaterneubau nimmt Fahrt auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgerschaft legt sich auf den Standort Bussebart fest / Oberbürgermeister: „Bis 2021 oder Anfang 2022 kann die Bühne stehen“

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Das neue Theater wird am Bussebart gebaut. Eine überwältigende Mehrheit der Bürgerschaft gab diesem Standort gestern den Vorzug vor dem Christinenhafen. Schon heute will Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) den Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) mit der Detailplanung beauftragen. „Der weitere zeitliche Ablauf liegt bereits vor“, sagt er. „Wenn wir heute mit der konkreten Bauplanung beginnen, kann das neue Theater 2021 oder Anfang 2022 stehen.“

Die Jury eines städtebaulichen Wettbewerbs hatte sich im vergangenen Dezember noch mit fünf zu vier Stimmen für ein Theater am Wasser ausgesprochen. „Ein repräsentativer Bau im Hafen ist durchaus eine schöne Idee“, sagt Eva-Maria Kröger, Chefin der Linksfraktion, „aber den Weg von der Straßenbahn-Haltestelle empfinden wir als zu lang und die Bedenken bezüglich des Baugrunds konnten nicht ausgeräumt werden.“

Letzteres kritisiert auch Berthold Friedrich Majerus, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Wir hätten vor der Entscheidung belastbare Aussagen zu den Gründungskosten an beiden Orten erwartet.“ Das sei allerdings schlichtweg nicht möglich gewesen, hält OB Methling dagegen. Denn bis zur gerade erst unterzeichneten Zielvereinbarung mit dem Land habe die Finanzierung des Neubaus noch nicht festgestanden. Damit habe die Stadt auch keine Erlaubnis gehabt, größere Ausgaben für Gutachten vorzunehmen. Aus Sicht von Majerus zeigen die Standortentscheidung und der Abschluss der Zielvereinbarung, dass „in unserer Stadt in erheblichem Umfang und real in ein breites Kulturangebot investiert wird“.

Die Bedenken der Schausteller fanden bei den Bürgerschaftsmitgliedern ebenfalls Fürsprecher. Um die großen Fahrgeschäfte zum Beispiel während des Weihnachts- und Ostermarktes unterzubringen, soll nun geprüft werden, ob südlich der L 22 eine geeignete Fläche für sie gefunden werden kann. „Die Großkarussells brauchen eine gewisse Norm“, sagt Andreas Engelmann (Linke). „Die Schausteller müssen ein Konzept entwickeln können – dafür brauchen sie Sicherheit.“ Sie zu übergehen, komme nicht in Frage. Schließlich seien die Märkte Touristenattraktionen, die sogar länger dauerten als die Hanse Sail.

Die SPD sei sich dieser Problematik ebenfalls durchaus bewusst, sagt ihr Fraktionschef Steffen Wandschneider. Seine Partei habe sich bereits in den 90ern für den Bussebart ausgesprochen. „Wir halten ihn für sehr attraktiv“, sagt Wandschneider und blickt nach der Entscheidung gestern voraus: „Wir werden uns jetzt über hochbauliche Fragen verständigen müssen.“

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