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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 11:24 Uhr

Theater wollen zusammenhalten

vom

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 07:24 Uhr

Rostock | Die Theater des Landes wollen künftig geschlossen auftreten. Das ist das Ergebnis des Treffens der Intendanten und der für die Theater zuständigen Dezernenten auf Einladung von Rostocks Kultursenatorin Liane Melzer (SPD). Das Ziel sich anzunähern sei damit erreicht, so die Kulturpolitikerin: "Wir werden uns in Zukunft öfter treffen. Vor allem die Intendanten wollen sich regelmäßig austauschen." Hintergrund der Konferenz in Rostock war die Erfahrung, so Melzer, dass in der Vergangenheit von Seiten des Landes immer wieder versucht worden war, die Theater gegeneinander auszuspielen.

Auch Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) zieht eine positive Bilanz. Die weitere Strategie, laut Gramkow: Das Land soll aufgefordert werden, die Ergebnisse der Gutachten und die Vorschläge für die Neugestaltung der Theater- und Orchesterlandschaft in MV allen Vertretern der Theater und Kommunen gemeinsam zu präsentieren. Danach werden sich alle Intendanten treffen, um gemeinsame Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Denn dass die Bühnen im Land unterfinanziert sind, ist ein Problem, an dem alle Theater kranken. Selbst das Mecklenburgische Staatstheater, das in Sachen Effizienz als Vorzeigebühne gilt, steht immer wieder am Rande der Insolvenz.

Derweil kehrt das künstlerische Leben auch langsam ins Großen Haus des Rostocker Volkstheaters zurück. Noch ist die Hauptspielstätte zwar eine Baustellen, aber die Proben für die erste Premiere der Spielzeit laufen bereits auf der großen Bühne. Am 7. September wird "The Who’s Tommy" gezeigt. Dann sollen die letzten Spuren der Brandschutzsanierung verschwunden sein. Außerdem wird sich der Foyerbereich mit einiger Frische präsentieren. Für Intendant Peter Leonard soll die Wiedereröffnung auch einen Aufbruch symbolisieren: "Für meine letzten zwei Jahre als Intendant habe ich mir vorgemonnen, alles dafür zu tun, dass der Weg für den Neubau vorbereitet wird." Mit Qualität, Vielfalt und Anspruch wolle er die Besucherzahlen steigern und so an die Erfolge seiner Anfangszeit als Intendant anknüpfen, die mit der Schließung des Großen Hauses einen herben Dämpfer erfahren haben.

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