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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. August 2017 | 14:11 Uhr

Bürgerschaft : Theater-Wettbewerb startet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bis September sollen Planer aus ganz Europa Ideen für die Entwicklung der möglichen Standorte ausarbeiten

Mit Verzögerung hat die Bürgerschaft gestern den Weg für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb rund um das Areal Bussebart und Christinenhafen frei gemacht. Er soll vor allem die Grundlage für den angestrebten Theater-Neubau legen, aber beispielsweise auch die Barriere L 22 überwinden.

„Jetzt werden die Weichen für eine für lange Zeit sichtbare Bebauung gestellt – künftige Generationen werden uns daran messen“, sagt Simone Briese-Finke, Chefin der Grünenfraktion. Umstritten war im Vorfeld der europaweiten Ausschreibung insbesondere ein Multifunktionsgebäude mit 6000 Quadratmetern Fläche. Das hatte die Verwaltung als Vorgabe für die Wettbewerbsteilnehmer eingefügt. Die Bürgerschaft beschloss in der Endfassung die Reduzierung auf 1500 Quadratmeter. Außerdem legte sie sich dort auf die Unterbringung von Hanse-Sail-Büro und -Verein, Service-Punkt der Blauen Flotte sowie öffentlicher Sanitäranlagen für die Nutzer der Bootsanleger fest.

„Wir haben aber gesagt, dass wir bei einem Gebäude bleiben“, so Andreas Engelmann (Linke), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Die Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09 konnte sich mit ihrem Vorschlag, auch mehrere kleine Gebäude für die verschiedenen Nutzer zu ermöglichen, nicht durchsetzen. Auch die Einbeziehung einer Skateranlage und eine drastische Beschränkung der zulässigen Verkaufsfläche für Einzelhändler in dem Areal fanden gestern keine Mehrheit.

Laut Ausschreibung könnten bis zu 9000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche entstehen. Insbesondere die Grünen wollten das verhindern. Sie befürchten durch eine zweite Einkaufsmeile Nachteile für die Kröpeliner Straße und die künftige Entwicklung ihres östlichen Teils rund um den Glatten Aal und den Neuen Markt. „Eigentlich muss dieser Teil weiterentwickelt werden“, so Briese-Finke. Ausgeschlossen ist das auch nach dem beschlossenen Ausschreibungstext nicht, wie CDU-Fraktionschef Frank Giesen betont: „So etwas legt man mit einem Bebauungsplan fest.“

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im September vorliegen. Für beide möglichen Theater-Standorte – Bussebart und Christinenhafen – sollen je drei Entwürfe ausgezeichnet werden. Die Jury soll sich aber auf eine Vorzugsvariante als Empfehlung festlegen.

 

 

 

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erstellt am 03.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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