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Sommerplan am Volkstheater : Theater hat neues Erfolgsrezept

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sommerbespielung in der Halle 207 – für Kinder, Exzentriker, Rock-Rebellen und Klassik-Fans. Pläne für die nächsten Jahre. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2017 | 11:55 Uhr

Der Plan steht. Das Volkstheater macht zwar auch dieses Jahr eine Spielzeitpause, aber zuvor auch eine Sommerbespielung vom 10. Juni bis 30. Juli in der Halle 207. Wie in anderen Städten soll das Erfolgskonzept – rauszugehen aus den klassischen Sälen – auch wieder in Rostock greifen.

Bereit für die Saison sind Geschäftsführer Joachim Kümmritz, Musiktheaterdirektor Albert Lang, Schauspieldirektor Ralph Reichel und Tanzcompagniechefin Katja Taranu.
Bereit für die Saison sind Geschäftsführer Joachim Kümmritz, Musiktheaterdirektor Albert Lang, Schauspieldirektor Ralph Reichel und Tanzcompagniechefin Katja Taranu. Foto: nicp

„Ich bin Zeit meines Theaterlebens gern an besondere Orte gegangen – Banken, Kirchen“, sagt der Geschäftsführer Joachim Kümmritz. Die Halle solle „nicht mit einem Produkt 40-mal“ bespielt, sondern eine Bandbreite geboten werden – Schauspiel, Musiktheater, Tanz, Konzerte – alle Sparten. „Wir haben besprochen, dass wir ein besonderes Stück dafür brauchen“, sagt Musiktheaterdirektor Albert Lang. Mit „La Signora Doria“ (ab 10. Juni) kommt eine Kriminaloper in die Werfthalle – nach dem Roman „Der Fall Doria“ in einer Fassung von Ilsedore Reinsberg. Zwei Ermittler gehen darin dem Tod von Puccinis Hausmädchen auf den Grund. Der Kern von „Moby Dick“ (ab 25. Juni) wird im Schauspiel kindgerecht rausgestellt, dessen Dimensionen aber dennoch angerissen – damit es auch die Eltern genießen können, erklärt der Schauspieldirektor Ralph Reichel. Der Regisseur des Stücks, Stefan Thiel, hatte bereits Erfolg beim jungen Rostocker Publikum mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, will das nun fortsetzen und gleichzeitig die Kinder der Urlauber begeistern.

Auf diese setzen Kümmritz und sein Team natürlich auch. „Ich denke, dass ein Potenzial für 16 000 bis 18 000 Besucher da ist“, sagt er. Je nach Stück wollen sie 400 bis 750 Plätze in den Verkauf bringen. Richtig ziehen soll das Tanztheater, sonst häufig für kleinere Spielstätten angelegt. Chefin Katja Taranu schickt acht Tänzer und Musiker Jan Paul Werge auf die Bühne zu „Rock’n’Rostock“ (ab 17. Juni) – „eine Inszenierung, die sich mit Rebellen der Rockmusik beschäftigt“, sagt sie – Tom Waits, Queen, ACDC, Amy Winehouse oder auch Robbie Williams. Auch das Orchester muss sich dieses Jahr nicht im Großen Haus verstecken, betont Konzertdramaturgin Corina Wenke. Die Klanggewalt zum Beispiel von Strauss’ „Also sprach Zarathustra“ kommt in die Hellingstraße. Zum 10. Philharmonischen Konzert (ab 18. Juni) werden auch Beethovens Tripelkonzert und Döhls „Passion“ gehören. Die Halle 207 gehört dem Verein Tradition Ostseeschifffahrt. Das Theater will sie jeweils im Sommer für fünf Jahre mieten. Zuletzt war sie von 2009 bis 2011 unter Peter Leonard bespielt worden. Vorgänger Steffen Piontek hatte ein Spektakel auf der Haedge-Halbinsel veranstaltet.

Karten gibt es ab morgen an der Kasse in der Doberaner Straße 134, unter 0381/3814700 und online.

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