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17. Dezember 2017 | 09:16 Uhr

Theater-Deal: Geld gegen Gespräche

vom

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2012 | 08:28 Uhr

Rostock | Das Rostocker Volkstheater soll eine Finanzspritze aus Schwerin bekommen. 500 000 Euro stellt Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) in Aussicht, um die drohende Insolvenz der Bühne abzuwenden. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hatte sich deshalb an das Ministerium gewandt. Die Bilanz des Volkstheaters weist noch immer ein Minus auf: 1,3 Millionen Euro fehlen.

Der Kultusminister reagiert mit seinem Angebot auf eine Entscheidung der Bürgerschaft vom vergangenen Mittwoch. Die Kommunalpolitiker hatten sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass das Rostocker Rathaus Gespräche mit dem Land zu einer neuen Theaterstruktur aufnehmen soll - und dabei eine mögliche Teil- oder Vollfusion mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin nicht ausgeschlossen. Der Beginn von Gesprächen war der Wunsch der Landesregierung - und ist nun Bedingung für die Soforthilfe. Denn in seinem Schreiben an OB Methling macht Brodkorb deutlich, dass nur solche Standorte unterstützt werden, an denen "die entsprechenden Gremien zu strukturellen Veränderungen bereit sind". Und der Minister wird noch deutlicher. "Die Bereitschaft des Landes, die Hansestadt Rostock bei etwaigen Reformprozessen zu unterstützen, wird davon abhängen, ob und in welchem Umfang Sie die demokratischen Beschlüsse der Bürgerschaft respektieren und in Verhandlungen mit dem Land umzusetzen bereit sind", schreibt er an den OB. Bis morgen muss Methling nun nachweisen, dass die angespannte finanzielle Situation des Volkstheaters eine Soforthilfe auch wirklich erfordert. Nur dann, so Brodkorb, spannt das Land seinen rettenden Schirm.

Die Fraktionen der Bürgerschaft reagieren auf das Angebot aus Schwerin überwiegend erfreut. Theater-Geschäftsführer Stefan Rosinski betont: Eine Insolvenz wäre damit zwar vorerst abgewendet, der Spielbetrieb für 2013 aber trotzdem nicht abgesichert.

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