Teams für Benefizspiel sind komplett

Wildcards an Marcus Klaczinski und Alexander May

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23. März 2015, 19:55 Uhr

Hochkonzentriert wirft sich Keeper Mario Turloff in den Schuss von Leon Höhndorf und lenkt ihn mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Anfeuerungsrufe für die Glanztat des 41-jährigen Lehrers gibt es prompt: Von der Seitenlinie feuern ihn Sohn John sowie seine Schüler Dustin, Leon und Marc lauthals an. „Allein dieses Training ist der Wahnsinn“, strahlt der Völkshagener. Er hofft, auch am kommenden Sonntag das Tor beim Benefizspiel zwischen Stefan Beinlich und Rapper Marteria hüten zu dürfen. Gestern hat deshalb das Casting mit 22 Bewerbern vor der Hansa- Geschäftsstelle stattgefunden.

„Überraschend gut. Das hätte ich mir wesentlich schlimmer vorgestellt“, so das Fazit von Hansa-Ikone „Paule“ Beinlich nach den ersten Slalomübungen zu Beginn der 90-minütigen Einheit. Auch einen Seitenhieb in Richtung Konkurrent Marteria kann sich der Linksfuß nicht verkneifen: „Hey, Marten, ein Glück, dass wir heute nicht mitspielen. Da wären wir noch negativ aufgefallen“, ruft der ehemalige Bundesligakicker scherzhaft über den Platz. Dort nämlich prüfen die beiden Initiatoren des Benefizspiels die Bewerber auf Herz und Nieren. Slalom, Technik, Torschuss und ein Abschlussspiel stehen für die aus ganz Deutschland zusammengekommenen Männer auf dem Plan.

Die wohl weiteste Anreise legte dabei Alexander May zurück. Mit dem Flieger ging es für den Konstanzer von Stuttgart nach Rostock, um sich das Ticket für das mit 27 000 Zuschauern ausverkaufte Duell zu sichern – mit Erfolg. „Wer als Torwart mit kurzer Hose auf Kunstrasen spielt, hat einen Stein im Brett. Außerdem bist du ein Typ, hast Ausstrahlung“, so „Paule“, der den ehemaligen Kicker des SV Hafen Rostock für sein Team nominierte.

Ganz andere Kriterien hatte da Marteria, der sich für Marcus Klaczinski entschied. „Er ist technisch versiert. Genau solche Leute brauchen wir, um möglichst gut mitzuhalten“, sagt der Rapper. Für den 25-Jährigen, der sonst beim FC Anker Wismar II spielt, ein besonderes Gefühl: „Meine Freundin Laura überredete mich zur Bewerbung – nun geht ein Traum in Erfüllung.“

Mario Turloff nahm die Nichtnominierung sportlich und hat seine Karten für das Spiel am Sonntag längst gekauft. Gemeinsam mit den Kindern Juliane, Jasmin, John und Lionelsowie der Familie wird er es von der Tribüne aus verfolgen.

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