Tauwetter bringt Matsch

<strong>Beim Ballspiel in den Schneeresten</strong> haben  Elez Hasani und sein Neffe Ardian viel Spaß. <fotos>cmil</fotos>
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Beim Ballspiel in den Schneeresten haben Elez Hasani und sein Neffe Ardian viel Spaß. cmil

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28. Januar 2013, 08:01 Uhr

Rostock | Schneematsch, Pfützen und Rinnsale von den Dächern - durch das Tauwetter war gestern nicht mehr viel von der Winteridylle der vergangenen Wochen zu sehen. Vor allem Fußgänger und Fahrradfahrer hatten es schwer, sicher und sauber an ihr Ziel zu kommen. "Es ist teilweise schon anstrengend. Und gerade auf den Fahrradspuren räumen die Dienste nicht wirklich", sagt Steffen Wollschläger. Der Student kämpfte sich mit seinem Rad durch die Innenstadt. Oft werde der Schnee nur an die Straßenseite geschoben, was für Radfahrer nicht ideal sei, sagt er. Der 19-Jährige wäre in der letzten Zeit schon einige Male fast gestürzt, ist aber mit dem Schrecken davongekommen. "Man entwickelt bei dem Wetter schon Stuntman-Qualitäten", sagt er.

Auf Kontrollrunden wird die Lage geklärt

Das Tauwetter fordert auch den Winterdienst, der wieder voll im Einsatz ist. "Auf den Gehwegen, für die wir verantwortlich sind, räumen wir so gut es geht", sagt Stadt entsorgungs-Sprecher Steffen Böhme. Laut des Amtes für Umweltschutz müssten die meisten Gehwege jedoch von den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke geräumt werden. Auf den Straßen gebe es derzeit keine Probleme, so Böhme. Auch der Abtransport des Schnees müsse nicht einkalkuliert werden. "Momentan ist Schneeabfuhr kein Thema", so Böhme. Dazu seien die Mengen nicht vorhanden, der noch liegende Schnee schmelze von allein weg. Gefährlich wird es dann, wenn die Temperaturen wieder sinken und das Schmelzwasser überfriert. "Wir sind gut vorbereitet. In den nächsten Tagen ist unsere Einsatzzentrale 24 Stunden am Tag besetzt", sagt Böhme. Außerdem gebe es Kontrollfahrten. So kann der Winterdienst die Situation auf den Straßen und Fußwegen genau einschätzen. Gibt es wieder Bodenfrost, würden die Straßen mit Salz und die Wege mit Kies gestreut.

Viele nahmen den Schneematsch gelassen hin. So spielten Elez Hasani und sein dreijähriger Neffe Ardian ausgelassen Fußball. "Der Schneematsch stört mich nicht", so Hasani. Der zehnjährige Max Netzeband konnte mit seinen wasserdichten Stiefeln durch Pfützen laufen, ohne nasse Füße zu bekommen. Auch Steffen Wollschläger versucht, entspannt zu sein: "Es ist Winter, da gehört das ja auch dazu."

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