Simulation in Rostock : Tauchunfall am Neuen Markt

Nur eine Übung: Schiffstaucher Sebastian Röhl (vorn liegend) wird von seinen Kameraden medizinisch versorgt.   Fotos: Sophie Stange
1 von 2
Nur eine Übung: Schiffstaucher Sebastian Röhl (vorn liegend) wird von seinen Kameraden medizinisch versorgt. Fotos: Sophie Stange

Marine Warnemünde und Sanitätsstaffel Torgelow zeigten Rettungskette

svz.de von
08. Juni 2016, 21:00 Uhr

Ein Taucher ist am Möwenbrunnen am Neuen Markt verunglückt. Im knöchelhohen Wasser mit voller Tauchausrüstung – klingt seltsam, hat aber einen ernsten Hintergrund. Die Situation wurde gestern Nachmittag von den Tauchern des Marinestützpunktkommandos Warnemünde und der Bundeswehrsanitätsstaffel Torgelow vor Ort simuliert. „Wir möchten mit der Übung die Rettungskette zeigen und in den Dialog treten mit den Menschen“, sagt Hauptmann Johannes Schmid.

So wurde dem Schiffstaucher Sebastian Röhl von zwei Kameraden geholfen, die Tauchausrüstung mit einem Eigengewicht von 87 Kilogramm anzuziehen, um ihn anschließend zum nahegelegenden Brunnen zu begleiten. Doch dann kam es zum simulierten Ernstfall: Der Taucher spürt ein Kribbeln in den Gliedern. Ihm wird unwohl. Die Erstversorgung wird schnellstmöglich eingeleitet. Die Tauchausrüstung wird ausgezogen, er bekommt eine Sauerstoffmaske auf und wird in Decken gehüllt. Dann werden die Vitalfunktionen überprüft und das Sanitätskraftfahrzeug GTX Boxer kommt zum Einsatz, in dem der verunglückte Schiffstaucher weiter versorgt wird.

„Ich habe 2011 einen Lehrgang zum Schwimmtaucher absolviert und mich dann 2014 weitergebildet zum Schiffstaucher“, erzählt Sebastian Röhl. 850 Tauchgänge habe er bereits absolviert, alle ohne Zwischenfälle. „Die Augen des Tauchers sind die Hände“, ergänzt der 30-Jährige, denn in den Tiefen des Meeres ist die Sicht sehr eingeschränkt und ein Marinetaucher müsse sich vor allem auf die Kameraden an Bord des Schiffes und die Technik verlassen.

Interessenten haben am 11. Juni beim Tag der Bundeswehr am Marinestützpunkt Hohe Düne noch einmal die Möglichkeit, sich über die Arbeit der deutschen Streitkräfte zu informieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen