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Umwelt-Probleme an Ostsee : Taucher treffen sich im Ostseebad

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ausbildertreff des Landestauchsportverbandes thematisiert Umwelt-Probleme an der Ostseeküste

Die Weltmeere sind durch große Mengen Müll massiv bedroht. Dieses Übel macht auch vor der Ostsee und der Warnemünder Küste nicht halt. Bei der Ausbildertagung des Landestauchsportverbandes Mecklenburg Vorpommern (LTV-MV) standen am Sonnabend deshalb nicht nur allgemeine Informationen rund um den Tauchsport auf der Tagesordnung. Zwei Referenten sprachen in der Seglerschule Warnemünde auch über Umweltprobleme .

„Treibende Netze und Leinen sind nicht nur eine Gefahr für Meeressäuger und Fische, sondern auch für Sporttaucher“, warnte Thomas Förster vom Meeresmuseum Stralsund. So genannte Geisternetze würden oft jahrzehntelang in der Ostsee treiben. Dieser Zustand wird derzeit von den Meeresbiologen untersucht. An 23 von 30 angetauchten Plätzen sei man fündig geworden, so Förster. Dabei macht sich die Umweltstiftung Drosos mit finanzieller Förderung für das Projekt ,,Saubere Meere“ stark.

Vorab wurde bei Segler-, Kanu-, und Sporttaucherverbänden für mehr Umweltbewusstsein und Unterstützung geworben. Was Plastikmüll für Gefahren birgt, darüber referierte am Sonnabend der Meeresschutz Projektmitarbeiter Nils Möllmann aus Berlin. Weltweit werden jedes Jahr 500 Milliarden Plastiktüten produziert, viele treiben in den Meeren. Neben der Gefahr für die Tiere, die sich darin verfangen und verenden, sind die gelösten Inhaltsstoffe des Plastiks ein großes Problem der Zukunft. Sie schädigen nicht nur das Erbgut und den Hormonhaushalt von Meerestieren, sondern sind auch für den Menschen gefährlich. Durch regionale Maßnahmen sollen Taucher, Fischer und Urlauber auf diese Problematik aufmerksam gemacht werden, denn bei Sammlungen in den Ostseeregionen sollen mit bis zu 700 Teilen pro 100 Meter Küste ähnlich hohe Mengen wie an der Nordsee festgestellt worden sein.

,,Die meisten Abfälle an Land werden über den Tourismus eingebracht“, so Möllmann.

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