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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 06:10 Uhr

Warnemünde : Taucher feiern ihr 55. Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seit 1961 gibt es den Sport in Warnemünde. Bis zur Wende gehörten die Mitglieder zur GST, dann gründeten sie einen eigenen Verein.

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Das Fest wird ein Rückblick mit Plaudern über alte Zeiten und das sportliche Hobby: Morgen feiert der Tauchsportclub Warnemünde (TSCW) 55. Jubiläum. Deshalb gibt es eine Feier mit vielen Höhepunkten beim Vereinshaus Am Bahnhof, eine Bootsfahrt und anderes. „Damals waren wir als Sektion Tauchsport bei der Gesellschaft für Sport- und Technik (GST)“, erzählt Horst Buttgereit. Der 69-Jährige leitete 33 Jahre lang den Tauchsport. Das Amt übernahm er 1969 von Gerd Kucharzak und übte es bis 2003 aus.

„Zu DDR-Zeiten wurde die Tauchausrüstung durch die GST bereit gestellt oder mit Unterstützung der Warnow-Werft beschafft“, erzählt Buttgereit. Die Bedingungen waren schwierig, die Sicherheitsvorschriften im Grenzgebiet streng. „Anfangs war es noch möglich, mit dem Boot ins Tauchgebiet Nienhagen zu fahren“, sagt er. Später musste die so genannte PM 18, das war die Erlaubnis zum Befahren der Seegewässer innerhalb der Dreimeilenzone, für alle Taucher beantragt werden. „Zusätzlich musste ein genehmigter Tauchauftrag mit Teilnehmerliste am Grenzkontrollpunkt abgegeben werden, bei der Rückkehr überprüften die Grenzer die Vollständigkeit der Gruppe“, so Buttgereit. Die Taucheranzüge wurden danach im Panzerschrank verschlossen.

Wegen zunehmender Schwierigkeiten kam von Taucher Horst Formanewitz der Vorschlag, einen Tauchtützpunkt am Dolgener See aufzubauen. Dass dies gelungen ist, daran haben Alois Stohr, Gerd Kucharzak und die Warnow-Werft Anteil. Ein Tiefschlag war die Entscheidung des Bezirksvorstandes der GST, die Instandsetzung des alten Bootes nicht zu genehmigen. „Wir sollten nur noch von Nienhagen aus tauchen, aber vom Boot aus ist es schöner“, sagt Buttgereit. Es war ein Glück, dass der Warnemünder Taucher Ralf Henning bei Parow ein Boot des Seehydrografischen Dienstes entdeckte, das nicht benötigt wurde. Die GST kaufte es, die Werft half bei Überführung und Umbau. „Auch das Boot heißt ,Koralle‘, das war bei uns immer so“, sagt Buttgereit.

Als die GST aufgelöst wurde, wollten die Mitglieder der Sektion Tauchen ihren Sport trotzdem erhalten. So entschieden sie sich für die Vereinsgründung. „Am 15. Juni 1990 erhielten wir die Urkunde, für den Stützpunkt wurde ein Pachtvertrag geschlossen“, sagt Buttgereit. Seit 2012 ist Joachim Bonin Vorsitzender des TSCW, der aktuell 87 Mitglieder zählt.

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