Warnemünde : Taschengeld für einen neuen Baum

Neun Ecolea-Schüler haben die Winterlinde vor der Adresse Am Strom 108 mitfinanziert, die Erhard Lindner (hinten l.) und Ralf Scharliebbe von der Firma Grünanlagenbau Nord eingepflanzt hatten. Mit dabei auch Bausenator Holger Matthäus und die neue Grünamtsleiterin Ute Fischer-Gäde.
Neun Ecolea-Schüler haben die Winterlinde vor der Adresse Am Strom 108 mitfinanziert, die Erhard Lindner (hinten l.) und Ralf Scharliebbe von der Firma Grünanlagenbau Nord eingepflanzt hatten. Mit dabei auch Bausenator Holger Matthäus und die neue Grünamtsleiterin Ute Fischer-Gäde.

Rostocker Grünamt pflanzt Winterlinde am Alten Strom. Ecolea-Schüler geben Taschengeld für Moewe-Projekt dazu.

svz.de von
26. April 2016, 16:00 Uhr

Zum gestrigen Tag des Baumes wurde vor dem Strom 108 eine Winterlinde gepflanzt. Die über 100-jährige Sommerlinde musste gefällt werden, weil der Stamm morsch und der Baum nicht mehr verkehrssicher war. Für die neue Winterlinde haben neun Ecolea-Schüler jeweils 20 Euro von ihrem Taschengeld dazugegeben. Die Baumpflanzung ist ein Teil ihres Moewe-Projektes in Zusammenhang mit der Jugendweihe und Konfirmation. Moewe steht für den Gedanken – Meer oder etwas weniger erwachsen. Auch die Initiative „Warnemünde soll schöner werden“ hat sich mit 500 Euro beteiligt. „Wir haben im Laufe der Jahre schon über 30 Bäume mitfinanziert“, sagt Hans-Joachim Richert von der Initiative. „Wir haben an dieser exponierten Lage bewusst einen Baum mit einem Stammumfang von knapp 25 Zentimetern gepflanzt“, sagt Frank Claus, Planer aus dem Grünamt. Ingesamt hat die Aktion mit umfangreichen Wurzelschutzbehandlungen fast 2000 Euro gekostet. Aus dem städtischen Grünamt war auch die neue Leiterin Ute Fischer-Gäde dabei. Auch Bausenator Holger Matthäus (Grüne) ließ es sich nicht nehmen, persönlich nach Warnemünde zu kommen. Er plädierte dafür, dass ein Schild mit dem Namen des Baumes, dem Pflanzjahr und den Sponsoren aufgestellt wird. Ralf Scharliebbe und Erhard Lindtner von der Firma Grünanlagenbau Nord befestigten den Baum. „Ihr könnt Euch ja einen Namen ausdenken“, scherzte Matthäus zu den Schülern.

Auch die Jugendlichen fanden die Aktion gut. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn wir in 60 Jahren an diesem Baum vorbeigehen und wissen, dass wir ihn mitgepflanzt haben“, sagt Julia Pfannenstiel. Die Jugendlichen haben im Mai Konfirmation und Jugendweihe.

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