Stadtmitte : Symphonic Mob trotzt dem Regen

Der Symphonic Mob auf dem Universitätsplatz zog ein zahlreiches Publikum an.  Fotos: Nicole Groth
1 von 4
Der Symphonic Mob auf dem Universitätsplatz zog ein zahlreiches Publikum an. Fotos: Nicole Groth

Die junge norddeutsche Philharmonie lud zum spontanen Musizieren auf den Rostocker Universitätsplatz ein

svz.de von
01. August 2016, 12:00 Uhr

Musikalischer Flash Mob auf dem Universitätsplatz: Unter dem Motto „Ihr spielt die Musik!“ hat die junge norddeutsche Philharmonie am Sonnabend einen Symphonic Mob veranstaltet. Instrumentalisten jeden Alters und Erfahrungsstandes konnten sich an dem Kurzprojekt beteiligen. Auf dem Plan standen Stücke von Johannes Brahms und Antonin Dvorák. „Wir möchten die klassische Musik in die Öffentlichkeit tragen“, sagt Projektleiter Karl Heinrich Wendorf. Klassik außerhalb des Konzertsaals erlebbar zu machen, ist das Ziel der jungen norddeutschen philharmonie. „Menschen spielen zusammen, die es ohne diesen Flash Mob wahrscheinlich niemals getan hätten“, sagt der Leiter. Das mache den Reiz dieses Projektes aus. Mit der Aktion möchte Wendorf vor allem die jüngere Generation für das Musizieren begeistern.

Der Plan ging auf: Der Projektleiter zählte mehr als 250 Anmeldungen zum Symphonic Mob in Rostock. Einige Kurzentschlossene nutzen ebenfalls die Chance zum gemeinsamen Musizieren. Zu hören waren unter anderem Geigen, Gitarren, Kontrabässe und auch eine Pauke. Die vielen Instrumentalisten unter einen Hut zu bringen, war Aufgabe des Dirigenten Christoph Altstaedt. Mit einem Mikrofon in der Hand verschaffte er sich sowohl bei der Menge der Musiker als auch beim Publikum Gehör.

Das norddeutsche Sommerwetter war leider nicht auf der Seite der Musizierwilligen und so musste das Üben aufgrund gelegentlicher Schauer unterbrochen werden. Doch schon bei den ersten Klängen hatte das Orchester die Zuhörer auf seiner Seite. Männer und Frauen älteren Semesters, Jugendliche und Familien wollten dem Ereignis beiwohnen und bildeten einen Kreis um die bunt zusammengewürfelte Musikergruppe. Sowohl Instrumentalisten als auch Publikum hielten die Wetterkapriolen durch. Um 18.15 Uhr konnten alle Beteiligten ihr Konzert zum Besten geben. Die Mühe hat sich gelohnt, denn die Zuhörer forderten noch zwei Zugaben. So mancher, der den Schauplatz wieder verließ, hatte noch die gehörten Melodien im Kopf und pfiff Brahms und Dvorák vor sich hin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen