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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 17:59 Uhr

Surfer aus Seenot gerettet

vom

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2012 | 08:07 Uhr

Warnemünde | Beim Kitesurfen in Warnemünde ist Patrick Kupfer gestern gegen 14.15 Uhr in Seenot geraten. Vermutlich hatte ablandiger Wind dem 24-Jährigen die Kontrolle über seinen Schirm entrissen. Der Wassersportler war von den Buhnen gestartet und plötzlich vom Wind gegen seinen Willen in Richtung Mole abgetrieben. Als er merkte, dass der Wind ihn weiter aufs Meer drängt, hat er mit dem Auslösen eines Sicherheitssystems Druck vom Schirm genommen, um die Gefahr des Abtreibens zu verringern. Das hatte ein Passant beobachtet und sofort telefonisch die Feuerwehr verständigt. Die leitete die Rettung ein. "Es waren zehn Einsatzkräfte vor Ort, darunter die Taucher- und die Wassergefahrengruppe aus Stadtmitte", sagt Matthias Ullrich, Leiter der Feuerwache II.

Parallel wurde die Koordinierungsstelle der Seenotretter in Bremen informiert. Von dort erhielt die Besatzung des Seenotkreuzers "Arkona" am Alten Strom das Signal. Vormann Mario Lange leitete die Aktion mit seinen Männern an. Die Seenotretter Matthias Hecht und Matthias Tetzlaff fuhren mit dem Tochterboot "Caspar" in Richtung Mole. Dort nahmen sie den Wassersportler an Bord und fuhren zurück zur "Arkona", wo bereits ein Notarzt wartete. Patrick Kupfer ist der Gefahr knapp entronnen: Denn kurz darauf passierte eine Fähre die Wasserstraße. Eine ärztliche Untersuchung ergab, dass der Mann unverletzt war, durch seinen Neoprenanzug war er vor der Kälte geschützt. Die Ostsee hatte 1,9 Grad Celsius. "Die Rettung war kurz und bündig", sagt Vormann Mario Lange. Kurz nachdem Patrick Kupfer an Bord war, hievten Seenotretter das Tochterboot "Caspar" wieder an seinen gewohnten Platz, damit alles für nächste Einsätze sofort bereit ist.

Auch dem Geretteten hat man die Erleichterung angesehen. "Ich war am Ende froh über die Hilfe", sagt Patrick Kupfer bei der Befragung durch Beamte der Warnemünder Polizeidienststelle. Mit dem Schrecken davongekommen, machte sich der Surfer auf den Heimweg. Getreu dem Motto: Ende gut, alles gut.

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