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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 11:47 Uhr

Umgestaltung : Südstadt: Vermieter reden Klartext

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Wohnungsunternehmen schließen Kündigungen, Abriss und Umbauten aus und distanzieren sich von der Analyse der Stadtplaner

von
erstellt am 21.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Jetzt beziehen auch die großen Rostocker Wohnungsunternehmen Stellung zu der umstrittenen Südstadt-Analyse des Stadtplanungsamtes. Wiro-Prokuristin Sabine Steinhaus beispielsweise stellt klar: „Wir werden in der Südstadt keinen Abriss und keine Rückbauten vornehmen und keinem Mieter aus diesem Grund kündigen.“ Und auch Volker Fritz, Vorstand der WG Union, sagt: „Wir planen keinen Abriss und auch sonst keine Veränderung.“

Bei den Unternehmen hatten sich in den vergangenen Monaten zahlreiche besorgte Mieter erkundigt, ob ihren Wohnungen das Aus droht. Die Flut der Nachfragen hatte auch nach Vorstellung der Analyse im Ortsbeirat in der vergangenen Woche nicht nachgelassen. Im Gegenteil seien die Bewohner durch die Sitzung weiter verunsichert worden, so Steinhaus. Denn die Stadtplaner halten bis zu 355 zusätzliche Wohnungen für möglich. Dafür müssten aber etliche Blocks ganz neu gebaut, abgerissen, gedreht oder saniert werden. Auch drei bis zu zwölfstöckige Hochhäuser entlang der Nobelstraße sind im Gespräch.

„Uns ist die Grundidee als Verdichtung vorgestellt worden“, sagt Fritz. Allein seine Genossenschaft vermietet 1080 Wohnungen im Viertel. Steinhaus hingegen sagt: „Die Wiro war zu keinem Zeitpunkt in diese Analyse eingebunden.“ Das Unternehmen habe erst nach der erstmaligen Vorstellung im Gestaltungsbeirat im März überhaupt von der Analyse und den darin aufgeführten Vorschlägen erfahren. „Wir haben die Planungen weder in Auftrag gegeben, noch gehen wir mit den Vorschlägen konform“, so Steinhaus. Dass Kündigung, Abriss und Neubau kein Thema seien, werde die Wiro den Mietern auch in einem persönlichen Schreiben mitteilen.

Das Stadtplanungsamt hatte im Ortsbeirat noch einmal betont, dass es sich bei der Analyse bislang um reine Gedankenspiele handele. Bis zu einem konkreten Verfahren, das der Zustimmung der Bürgerschaft bedürfe, würden noch Jahre vergehen. Beruhigen konnten die Vertreter die Einwohner damit nicht.

 


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