Ganschower Stutenparaden : „Sturmwind“ ist Hauptgewinn

Für ein neues Schauspiel der Stutenparade, den Sprung über ein bewegliches Hindernis, trainieren die Reiterinnen Elena Schultz (l.) und Almuth Scheler auf dem Gestüt Ganschow.
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Für ein neues Schauspiel der Stutenparade, den Sprung über ein bewegliches Hindernis, trainieren die Reiterinnen Elena Schultz (l.) und Almuth Scheler auf dem Gestüt Ganschow.

20. Auflage der Ganschower Stutenparaden in diesem Jahr. Gestüt verlost an jedem der drei Termine wieder ein Fohlen

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09. Juni 2016, 21:00 Uhr

„Sturmwind“ ist ganz schön aufgeregt. Der Fototermin gefällt dem im März geborenen Mecklenburger Hengstfohlen gar nicht. Stattdessen sucht er Schutz bei seiner Mutter. Doch schon bald könnte „Sturmwind“ den Besitzer wechseln, denn das Fohlen ist der Hauptpreis bei der ersten Ganschower Stutenparade am 10. Juli. Auch bei den folgenden Paraden auf dem Gestüt am 17. und 23. Juli gibt es für die Besucher wieder ein Fohlen zu gewinnen. Ein besonderer Anreiz, den Gestütsinhaber Friedhelm Mencke jedes Jahr bereithält. Doch es gibt auch ein Jubiläum: In diesem Jahr feiert das Gestüt die 20. Auflage der Ganschower Stutenparaden.

„Das 20. Jubiläum wird sich auch in unserem Schauprogramm widerspiegeln“, unterstreicht Mencke. Im Wechsel mit neuen Schaubildern werden im Jubiläumsjahr auch die schönsten und beliebtesten Bilder der vergangenen Jahre gezeigt. „Zucht, Sport und Show wechseln einander rasant ab“, wirbt er für die in ihrer Art einzigartigen Stutenparaden. Eines der traditionsreichsten Bilder ist die mit 16 Gespannen, 32 Pferden und 128 Hufen große Zweispännerquadrille.

Doch bei den insgesamt 19 Schaubildern haben sich die Gestütsmitarbeiter auch wieder Neues ausgedacht. Beim Schaubild „Glückwünsche zum Jubiläum“ werden Fahrer aus ganz Mecklenburg mit ihren Mehrspännern aus Warm- und Kaltblütern auf dem Paradeplatz ihre Glückwünsche überbringen. Bei „Spirale der Rassen“ galoppieren verschiedene Pferderassen in freier Bewegung über den Platz, darunter auch Trakehner und Mecklenburger, für deren Zucht Ganschow bekannt ist. Der Pferdesport steht beim Schaubild „S-Dressur auf höchstem Niveau“ im Mittelpunkt. Der Höhepunkt jeder Parade ist die freilaufende Herde. „Die Erde bebt, wenn bis zu 100 Pferde sich in ihrer ganzen Natürlichkeit auf dem Platz zeigen“, so Mencke. „Das ist nur bei uns in Ganschow möglich, weil wir viele Pferde und ausreichend Platz haben.“

An einem ganz besonderen Schaubild wird gerade gearbeitet: „Unglaubliche Kombination aus Fahren und Reiten“. „Das haben wir bisher noch nie gemacht“, unterstreicht Mencke. Mehrere Vierspänner werden auf dem Paradeplatz Hindernisse hinter sich herziehen. Dann halten sie an und die Reiter springen mit ihren Pferden darüber. „Der Höhepunkt wird dann sein, wenn sich die Kutschen wieder in Bewegung setzen und die Reiter über die fahrenden Hindernisse springen“, erläutert der Gestütsinhaber. „Die Anspannung, ob das alles klappen wird, ist enorm.“

Das Gestüt Ganschow ist die Heimat von ungefähr 250 Warmblütern. Die Zucht des Mecklenburger Warmbluts und der aus Ostpreußen stammenden Trakehner steht hier im Mittelpunkt. Auf dem Gestüt erblicken jedes Jahr etwa 50 Fohlen das Licht der Welt. 

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