absage : Sturmtief „Zeljko“ bläst Festival ab

Auch die Nachwuchsband Range of Movement konnte nicht auftreten: „Rostock rockt“ wurde kurzfristig abgesagt.
Auch die Nachwuchsband Range of Movement konnte nicht auftreten: „Rostock rockt“ wurde kurzfristig abgesagt.

„Rostock rockt“ findet wegen Unwetterwarnung nicht statt / Aber Neu-Auflage 2016 geplant

svz.de von
27. Juli 2015, 08:00 Uhr

Es ist Sonnabendnachmittag um 15 Uhr. Die Sonne brennt und beschert dem IGA-Park 25 Grad Celsius und mehr. Hunderte Musik-Fans stehen an der Ticket-Kasse und warten auf Einlass. Nach einem gelungenen Start mit Scooter und Co steht der zweite Event-Tag des „Rostock rockt“-Festivals an. Die Vorfreude auf Bands wie Deichkind ist groß. Doch dann der Schock: Absage.

Die Security verteilt Handzettel von Veranstalter Thorsten Schulz. Auf denen ist zu lesen: „Der Wetterdienst hat unwetterartige Windstärken und mögliche Sturmböen bis zur Windstärke neun sowie Gewitter angekündigt. Aus diesem Grund haben wir uns in Absprache mit den Behörden und dem IGA-Park zur Absage entschieden, da eine sichere Durchführung nicht gewährleistet ist. Eure Sicherheit geht vor.“ Die Fans sind enttäuscht, teilweise verärgert.

Die 23-jährige Lisa Grünberg, die extra aus Berlin angereist war, flucht: „So ein Mist. Ich hatte mich so darauf gefreut. Die Karten hatte ich schon vor zwei Monaten gekauft.“ Auch der 32-jährige Ronny Schmidtke motzt: „Was soll denn das? Man kann das Konzert doch dann abbrechen, wenn das Unwetter wirklich aufzieht.“

Was aus dem bereits bezahlten Eintrittskarten wird, fragt die 27-jährige Verkäuferin Jennifer Kruse sauer: „Wer erstattet mir meine Tickets?“ Der Veranstalter erklärt: „Es war eine schwere Entscheidung, das Festival abzusagen. Alle Infos zur Ticketrückerstattung werden wir im Laufe der nächsten Woche bekanntgegeben.“

Ein schwacher Trost für die, die sich seit Wochen auf das Event gefreut hatten. Immerhin: Um 20 Uhr gab es eine kleine Ersatz-Veranstaltung im Mau-Club – ohne den Headliner Deichkind, aber mit den Bands Russkaja, Itchy Poopzkid und Bilderbuch. „Die Künstler haben eigenständig entschieden, dort aufzutreten“, so Konzert-Organisator Schulz.

In der Nacht wurde dann endgültig klar: In Rostock hatte Sturmtief „Zeljko“ keine größeren Schäden hinterlassen, sondern lediglich kurze Schauer und Böen mitgebracht. Ruhige Lage und nichts Außergewöhnliches meldete auch die Polizei. Das Einsatzaufkommen sei weit hinter dem zurückgeblieben, was befürchtet wurde.

So hätte auch das „Rostock rockt“-Festival letztlich wohl gar nicht abgeblasen werden müssen. Doch anscheinend hatte der Wettergott keine Lust auf Rock und drohte deshalb mit Kapriolen. Von alledem lassen sich die Veranstalter nicht einschüchtern und geben via Facebook bekannt: „Wir schauen positiv in die Zukunft. 2016 lassen wir es wieder so richtig krachen.“

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