FHM Rostock : Studiengang greift Vegan-Trend auf

Die Leiterin: Prof. Dr. Silke Pfeiffer arbeitete vorher an der Universität Oldenburg. Sie ist überzeugt vom Konzept der Fachhochschule. Unter anderem lehrt sie Entwicklungspsychologie, Geschichte und Psychologie der Erziehung sowie wissenschaftliches Arbeiten.
Die Leiterin: Prof. Dr. Silke Pfeiffer arbeitete vorher an der Universität Oldenburg. Sie ist überzeugt vom Konzept der Fachhochschule. Unter anderem lehrt sie Entwicklungspsychologie, Geschichte und Psychologie der Erziehung sowie wissenschaftliches Arbeiten.

Rostocker Fachhochschule des Mittelstandes bildet Spezialisten für angesagten Lebensstil aus. Neue Jobs in Lebensmittelindustrie.

svz.de von
29. Mai 2017, 21:00 Uhr

Mit Vegan Food Management hat die Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) einen weltweit einzigartigen Studiengang eingeführt. Dieser soll ab Oktober auch am Rostocker Standort angeboten werden. „Der Studiengang ist natürlich nicht nur für Veganer konzipiert“, erklärt Prof. Dr. Silke Pfeiffer, Leiterin der Rostocker FHM.

Der Studiengang beschäftigt sich mit dem Trend, vegan zu essen, mit der Soziologie des Essens, Ernährungslehre, Tierschutz. „Es gibt inzwischen kaum ein Restaurant, dass keine veganen Angebote hat“, sagt Pfeiffer. „Gesunde Ernährung ist zu einer Wissenschaft und Lebensphilosophie geworden, die sich viele Unternehmen zu eigen machen.“ Die Nachfrage nach veganen Lebensmitteln, meint Dr. Markus Keller, der den Studiengang für alle Standorte wissenschaftlich betreut, „wird nur teilweise von Veganern und Vegetariern getragen.“ Die Mehrheit seien Flexitarier, also Menschen, die sich Gedanken darüber machen, unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel hergestellt werden und weniger tierische Produkte konsumieren wollen – aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Motiven, meint Keller.

Vegan Food Manager würden in Einkauf, Vertrieb, produzierender Lebensmittelindustrie, Verbänden und Organisationen mit veganem Bezug, Feinkost-, Groß- oder Einzelhandel Einsatzmöglichkeiten haben, sagt Pfeiffer. „Jede große Kette verfügt über Spezialisten und das wird noch zunehmen.“ Der Studiengang wurde im Frühjahr 2016 von der FHM in Zusammenarbeit mit der Erna-Graff-Stiftung ins Leben gerufen, startete im Oktober in Köln und Bamberg. Im Oktober sollen Rostock, Bielefeld und Berlin folgen. „Ziel war es unter anderem, dem Thema Veganismus eine akademische Heimat zu geben, sowohl in der Lehre als auch in der Forschung“, sagt Keller.

Bei einer Infoveranstaltung in Rostock waren rund 50 Interessenten. Es gibt erste Bewerbungen. Der Leiterin der Rostocker FHM ist die Aktualität der Angebote wichtig, „dass hier nicht ein Curriculum gelehrt wird, das vor zehn Jahren entwickelt wurde“, sagt sie. „Was mich fasziniert, ist, dass wir keinen einzigen Absolventen haben, der nicht in Arbeit ist.“ Das zeige, dass sie ihre Arbeit richtig machen, dass die Studiengänge und -inhalte gebraucht werden. Die FHM lege einen großen Fokus auf Praxis, tausche sich mit der Wirtschaft aus, wo es Engpässe gibt. Für jeden Studiengang gebe es auch einen Modulkomplex Allgemeine Wirtschaftskompetenz. BWL, VWL, Recht, Grundlagen der Unternehmensführung werden gelehrt. Das Ziel sei, dass die Absolventen in die unternehmerische Verantwortung oder in die Selbstständigkeit gehen können.

Die FHM Rostock

... ist einer von neun Standorten der Fachhochschule des Mittelstandes, die als staatlich anerkannte, private Fachhochschule 2000 gegründet wurde.

• Studienort: Kröpeliner Straße 85 – sieben Vorlesungsräume und kleine Gruppenräume

• Studiengänge (B.A.): Vollzeit: Soziale Arbeit & Management, Psychologie, Eventmanagement & Entertainment (läuft aus), Vegan Food Management (neu ab Okt.), Digital Business Management (neu ab Okt.); Teilzeit (B.A.): Sozialpädagogik & Management, Heil- & Inklusionspädagogik, Soziale Arbeit und Management, Wirtschaftspsychologie, Beratung & Sozialmanagement (M.A.); Dazu: fünf ausgewählte Fernstudiengänge

• www.fh-mittelstand.de/rostock

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