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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 02:14 Uhr

Rostock : Studie: Olympia kann kommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lenkungsgruppe bereitet Bürgerentscheid vor. Wasser- und landseitige Anforderungen können erfüllt werden.

Die Olympia-Lenkungsgruppe der Stadt arbeitet mit Hochdruck an der Vorbereitung eines Bürgerentscheids. Soll Rostock sich mit Berlin beziehungsweise Hamburg für 2024 oder 2028 um die Ausrichtung der olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe bewerben? Dazu liegt jetzt eine erste Machbarkeitsstudie vor. Ergebnis: Die olympischen Anforderungen sowohl wasser- als auch landseitig sind umsetzbar.

„Für den Standort Rostock wäre olympisches Segeln eine wirklich attraktive Visitenkarte“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). „Wir müssen allerdings erst unsere Hausaufgaben machen.“ Zu klären sei demnach, welchen Aufwand die Hansestadt genau betreiben müsste, um die Olympianorm zu erfüllen. „Was kommt auf die Hansestadt Rostock zu? Welche Unterstützung erfahren wir von der Landes- und der Bundespolitik? Welche Vorteile bringt es für die Stadtentwicklung Rostocks?“, so Methling. Erst, wenn die Antworten auf diese Fragen vorliegen, seien die Rostocker für den von der Bürgerschaft beschlossenen Bürgerentscheid bereit. Methling zeigt sich optimistisch: „Ich bin von einer mehrheitlichen Zustimmung überzeugt.“

Unterstützung für die Bewerbung kommt derweil vom Landessportbund, der im Zuge der Mittelmolen-Entwicklung die Sanierung seiner dortigen Anlagen plant. Geschäftsführer Torsten Haverland: „Das Warnemünder Segelrevier ist hervorragend geeignet für internationale Wettbewerbe. Das beweisen unsere Erfahrungen bei der Warnemünder Woche und anderen Segelmeisterschaften.“ Allerdings seien die wasser- und landseitigen Anlagen derzeit nicht fit, um dauerhaft große Veranstaltungen auszurichten. „Für den Standort wäre eine olympische Entwicklung eine großartige Chance. Wir könnten bereits einen Teil der olympischen Nutzungsanforderungen vorhalten“, sagt Haverland. Dazu müssten allerdings die Voraussetzungen auf der Mittelmole geschaffen werden.

Die Nutzung dieser Anlagen bis zu den und vor allem nach den Olympischen Spielen bildet einen wichtigen Teil der Machbarkeitsstudie. Erstellt wurde sie unter anderem mithilfe des Ingenieurbüros b&o Ingenieure, das in der Konzeption und im Bau von Hafenanlagen erfahren ist. Dessen Fachleute haben die seeseitigen Voraussetzungen für eine Hafenanlage im Bereich der Mittelmole untersucht. Dabei sind nicht nur deren Erfahrungen im Bau der Yachthafenanlage Hohe Düne und der aktuellen Entwicklungen am Hafenbecken Mittelmole eingeflossen, sondern auch die Informationen des Landessportbundes sowie olympiaerfahrener Rostocker Segelsportler, wie zum Beispiel Jörn Borowski.

Generell stehen den Angaben der Stadt zufolge die Themen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit ganz oben auf der Prioritätenliste. Daher würden bei allen Planspielen im landseitigen Bereich die Planungsergebnisse zur Mittelmole berücksichtigt. In den nächsten Wochen sollen Konzepte zur Zwischen- und Nachnutzung entwickelt werden. Die Lenkungsgruppe der Stadt besteht aus Stadtplanern, Sportexperten und Bausachverständigen unter Federführung der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

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