zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. August 2017 | 18:53 Uhr

Zusammenhalt : Studentengemeinde feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wiedersehen lässt Mitglieder in Erinnerungen schwelgen. Politisches Engagement, das zu Gründungszeiten bestimmend war, existiert auch heute noch.

Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens hat die Evangelische Studentengemeinde Rostock (ESG) am Wochenende mit zahlreichen ehemaligen und aktiven Mitgliedern ihr Jubiläum rund um die Petrikirche am Alten Markt gefeiert. „Viel ist zur Gründung leider nicht bekannt, da die Chroniken erst ab dem Jahr 1952 beginnen“, sagt Pastorin Stefanie Schulten. Aber, dass Gustav Scharnweber der erste Pastor der Rostocker Studentengemeinde gewesen ist, das könne man leicht zurückverfolgen. Schulten selbst ist seit 2012 in der evangelischen Vereinigung tätig – seit die Umstrukturierung durch die Gründung der Nordkirche stattfand.

Am Wochenende stand vor allem der Austausch von Erinnerungen im Mittelpunkt. „Viele ehemalige Gemeindemitglieder, die heute woanders leben, sind extra angereist, um ihre alte Heimat und bekannte Gesichter wiederzusehen“, sagt die Pastorin. Unter dem Motto „Du schreibst Geschichte“ wurden nicht nur thematische Andachten und Gottesdienste gefeiert, sondern auch Stadtrundgänge angeboten. Die waren am Sonnabendvormittag zwar teilweise ins Wasser gefallen, aber: „Die Mädels haben das wirklich toll gemacht. Ich habe so viel Wissenswertes über die Universitätskirche gelernt“, sagt Christoph Rösner.

Viele nahmen das Jubiläum zum Anlass, sich an alte Zeiten zu erinnern. „In der DDR hatte die ESG eine weitaus höhere Bedeutung als heute“, sagt Pastorin Schulten. So wollten in der Entstehungszeit viele junge Leute etwas anderes erfahren, als die Diktatur des Staates – in Bezug auf ihren Glauben sowie gesellschaftliche und politische Fragen.

Heute ermöglicht der Verbund der Nordkirche den Gemeindemitgliedern eine enge Vernetzung mit anderen Gruppen von Greifswald über Hamburg bis Flensburg, erklärt Vertrauensstudentin Miriam Schubert. „Im Vergleich zu anderen Gemeinden trifft man hier vor allem auf Gleichaltrige, die ähnliche Interessen haben“, erklärt die Theologie-Studentin ihre Beweggründe, der ESG beizutreten. Auch sei das Interesse der jungen Akademiker wesentlich höher, sich politisch zu engagieren – im Einsatz für Geflüchtete oder um die Akzeptanz von Homosexualität zu steigern. „Aber auch ein bisschen, um Leute kennenzulernen“, sagt Pastorin Schulten. So hätte sie es bereits häufiger erlebt, dass sich einige ihrer Studenten in der Gemeinde kennen- und lieben gelernt hätten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen