zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Studenten wollen Campus-Buslinie

vom

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2012 | 06:21 Uhr

Rostock | Die studentischen Vertreter der Uni Rostock wünschen sich eine neue Busverbindung, die den Ulmencampus, die Südstadt und die August-Bebel-Straße verbindet. Der Geschäftsführer des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta), Clemens Schiewek, wurde vom Studentenparlament (Stura) damit beauftragt, sich für die Einrichtung einer solchen Linie bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) einzusetzen. Während sich die RSAG gesprächsbereit zeigt, macht die Verwaltung der Hansestadt deutlich, dass eine solche Verbindung unnötig ist.

Das Stura-Mitglied Robert Thomas hatte die Idee für eine solche Buslinie und stellte einen entsprechenden Antrag im Gremium. Aus seiner Sicht ist die Verbindung zwischen den drei wichtigsten Standorten der Uni Rostock mangelhaft. Insbesondere die August-Bebel-Straße sei in das öffentliche Nahverkehrsnetz nur schlecht integriert und schwer zu erreichen. Für manche Studenten sei es eine große Herausforderung, in der oftmals nur 30-minütigen Pause von einem Hörsaal zum anderen zu kommen. Auch die Asta-Vorsitzende Sarah Grote sieht Handlungsbedarf hinsichtlich des öffentlichen Nahverkehrs und führt ein weiteres Problem an: "Ganz besonders die Möllner Straße muss dringend besser angebunden werden." Sie verweist dabei auf die aktuellen Vorkommnisse, als eine japanische Studentin auf dem Weg ins Wohnheim, das zwischen Lütten Klein und Lichtenhagen liegt, sexuell belästigt wurde. Derzeit verkehren dort weder Bus noch Straßenbahn, wodurch längere Fußwege nötig sind. Die RSAG zeigt sich offen für die Ideen der Studenten. Ihre Sprecherin, Beate Langner, sagt: "Wir sind gern bereit, mit Vertretern der Universität und der Studentenvertretung über eine mögliche Gestaltung einer Busverbindung zu sprechen und danach wirtschaftlich zu bewerten."

Doch die Stadt hat die Entscheidungsbefugnis, denn sie beauftragt die RSAG mit der Erbringung der öffentlichen Personenverkehrsleistung. Die Hansestadt hat für die Gestaltung des Angebotes Vorgaben im Nahverkehrsplan festgelegt und sieht momentan keine Möglichkeit und auch keine Notwendigkeit, die drei im Stura-Antrag aufgeführten Uni-Standorte mit einer Buslinie seperat zu verbinden. "Eine zusätzliche Linie würde die Stadt richtig Geld kosten", sagt der Leiter des Tief- und Hafenbauamtes, Heiko Tiburtius. Er findet die Idee der studentischen Vertreter zwar löblich, ist aber der Ansicht, dass das bestehende Netz ausreichend ist. Auch weil sehr viele Studenten mit dem Fahrrad unterwegs seien. Tiburtius verweist in diesem Zusammenhang da rauf, dass die Fahrradwege im Campus-Bereich schon bald besser und sicherer werden.

Die RSAG hat in diesem Jahr umfangreich Marktforschung betrieben. Mit den Ergebnissen wird im Februar 2013 gerechnet. Aufbauend darauf sollen Schritte für Untersuchungen von Linienbeziehungen abgeleitet werden, woraus sich Veränderungen im Netz ergeben könnten. Der Asta ist nun dabei, einen Antrag zur Prüfung einer neuen Linie zu erarbeiten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen