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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 06:32 Uhr

Studenten treiben Mietpreise hoch

vom

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2012 | 08:55 Uhr

Greifswald | Mit Greifswald hat gestern die achte Kommune im Land einen Mietspiegel vorgelegt. Er basiert auf den Daten von rund 10 000 in den vergangenen vier Jahren geschlossenen Mietverträgen und tritt am 7. März in Kraft.

Fazit: Die große Nachfrage an Studentenbuden hat die Mieten für kleine Wohnungen nach oben getrieben. Die Kaltmieten für Wohnungen mit bis zu 30 Quadratmeter Größe sind in Greifswald in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozent gestiegen. Diese Entwicklung sei besorgniserregend, da auch alleinstehende Hartz-IV-Empfänger kleine Wohnungen benötigten, sagte Dirk Barfknecht vom Mieterverein Vorpommern-Greifswald. Auf der anderen Seite sind die Mieten für Wohnungen über 65 Quadratmeter um zwei und für Wohnungen über 80 Quadratmeter um drei Prozent gesunken.

Insgesamt stieg das Mietniveau in Greifswald. Die Wohnungsgesellschaften führen dies auf die verbesserte Ausstattung der Wohnungen zurück. Für eine 60 Quadratmeter große Wohnung muss der Mieter durchschnittlich 6,11 Euro zahlen. In Rostock kostet eine vergleichbare Wohnung 7,46 Euro. Die Nettokaltmiete für eine nach 2002 erbaute kleine Wohnung mit einer Normalausstattung liegt in Greifswald bei durchschnittlich 8,87 Euro.

Nach Angaben des Landesverbandes des Deutschen Mieterbundes ist die Zahl der Kommunen, in denen Mietspiegel erstellt werden, in Mecklenburg-Vorpommern seit 2000 deutlich zurückgegangen. Derzeit gebe es in acht Kommunen gültige Mietspiegel, sagte Christian Rudolph, Geschäftsführer des Landesverbandes. Die Daten seien aber schlecht vergleichbar, da die Kriterien in den Städten differieren. Nach Einschätzung des Mieterbundes führt der Trend zum Rückzug in die größeren Städte zu einer Verknappung des Wohnungsmarktes und zu steigenden Mieten.

Teuerstes Pflaster für Mieter ist in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Immobilienverbands Deutschland Region Nord (IVD) Rostock. Quadratmeterpreise von 7 oder 8 Euro für Wohnungen in guten Wohnlagen sind dort längst üblich. In Top-Lagen in Warnemünde sind teilweise bereits 10 Euro Kaltmiete je Quadratmeter zu zahlen. Auch im Ostseebad Kühlungsborn sind 7 bis 8 Euro üblich. Das Preisniveau hat inzwischen laut IVD westdeutsches Niveau erreicht. In Bützow, Güstrow und vor allem im Ostteil des Landes würden deutlich niedrigere Preise verlangt.

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