Rostock : Studenten schnuppern in die Politik

Am Stand der Grünen Hochschulgruppe informieren die Umweltingenieurwissenschaftler Tim Kirchner und Ken Georgi, wie sich Studenten für ein nachhaltiges Rostock engagieren können.
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Am Stand der Grünen Hochschulgruppe informieren die Umweltingenieurwissenschaftler Tim Kirchner und Ken Georgi, wie sich Studenten für ein nachhaltiges Rostock engagieren können.

Markt der Möglichkeiten zeigt Wege, sich zu engagieren.

svz.de von
13. April 2018, 08:00 Uhr

Allgemeiner Studierendenausschuss (Asta), Studierendenrat (Stura) oder Fachschaftsvertretungen – die Zahl der Gremien und Organisationen, in denen sich Studenten der Uni Rostock politisch engagieren können, ist groß. Welche Arbeit sich hinter den Abkürzungen verbirgt, haben deren Mitglieder gestern auf dem ersten Markt der Möglichkeiten auf dem Campus Südstadt vorgestellt.

Mit selbst genähten wiederverwendbaren Teebeuteln, auffüllbaren Kugelschreibern und Ankündigungen für Filmvorführungen auf Recyclingpapier haben Ken Georgi und Tim Kirchner von der Grünen Hochschulgruppe auf sich aufmerksam gemacht. „Wir wollen Aufklärungsarbeit leisten und Studierenden zeigen, wie sie sich nachhaltig in Rostock bewegen können“, sagt Georgi. Gerade der ökologische Aspekt sei bisher wenig an der Uni vertreten, so der Student der Umweltingenieurwissenschaften. Für ihre zehn Mitglieder starke, unter dem Dachverband Campusgrün organisierte Gruppe suchten sie Mitglieder, die bei den Workshops und Themenabende hülfen.

„Ich kann verstehen, dass sich Leute nicht engagieren, wenn sie gar nicht wissen, wie. Deshalb wollen wir bekannt machen, wie man bereits als Student aus der Uni heraus etwas bewirken kann“, sagt Marcus Neick, Organisator des Markts der Möglichkeiten. Er selbst scheidet in Kürze als studentischer Prorektor aus und übergibt sein Amt an Hannes Christen. Schätzungen zufolge haben gestern etwa 200 Studenten die Stände auf dem Vorplatz der Unibibliothek besucht. Dies sei eine erfreuliche Bilanz, eine Wiederholung deshalb nicht ausgeschlossen, so Marcus Neick. Zum Abschluss der Veranstaltung sollte durch eine von der studentischen Senatorin Katharina Wilke moderierte Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten von Linke, Grüne und FDP über aktuelle Themen aus Bundes- und Hochschulpolitik aufmerksam machen. Warum beispielsweise ist die Beteiligung an der Uni so gering, wenn Studenten ihre Vertretung wählen sollen? Das Bildungskorsett sei durch die dank der Bologna-Beschlüsse modularisierten Studiengänge schlicht zu eng, um sich noch zu kümmern, sagt Michael Ganse, hochschulpolitischer Sprecher des Asta. Auch darin, dass die von Land und Bund bereit gestellten Hochschulmittel nicht ausreichend seien und vor allem gezielt da angekommen müssen, wofür sie gedacht sind, waren sich die Teilnehmer einig.

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