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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 21:23 Uhr

Bildung : Studenten gehen auf die Straße

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

300 Demonstranten fordern vom Land mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen in MV

Überfüllte Hörsäle, zu wenige Dozenten, überzogene Regelstudienzeiten und ein teils miserabler Zustand der Gebäude – den Rostocker Studenten reicht es. Rund 300 von ihnen gingen gestern auf die Straße, um von der Landesregierung mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern zu fordern. Mit Musik, Pfeifen und Spruchbändern machte die große Gruppe während ihres Zuges durch die Innenstadt auf sich und ihr Anliegen aufmerksam.

Bundesweit beteiligten sich tausende Studenten am Bildungsstreik 2014. „Auch in Köln, Leipzig, Bremen und Wiesbaden wird heute demonstriert. Wir wollen die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger bekommen, damit mehr in die Bildung investiert wird“, sagte Jan Delph, Referent für Hochschulpolitik des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta).

Obwohl die wirtschaftliche Situation in Deutschland so gut wie schon lange nicht mehr sei, fehle es den Hochschulen an finanziellen Mitteln. Leidtragende seien meist die Studenten, so Delph: Volle Hörsäle und zu wenige Dozenten, die Veranstaltungen geben könnten, führten häufig dazu, dass das Studium nicht in Regelzeit abgeschlossen werden könne. Auch den Dozenten werde das Leben durch die überfüllten Kurse schwer gemacht: Sie könnten Hausarbeiten häufig nicht fristgerecht korrigieren, da es schlichtweg zu viele seien. Auch seien angemessene Bedingungen für ihre Kurse nicht gegeben.

Gerade die fertig ausgebildeten Studenten seien es, die den Grundstein für eine gute wirtschaftliche Basis bildeten, heißt es in einer Mitteilung des Studentenrates und des Asta der Uni Rostock, die den Bildungsstreik in der Hansestadt organisierten. Die Universität Rostock wolle sich als „Standort für Forschung und Innovation etablieren“ – dafür sei aber eine voll ausgestattete Universität nötig. Vernachlässige das Land also die Unterstützung, werde sich dies irgendwann negativ auf die wirtschaftliche und wissenschaftliche Situation in Mecklenburg-Vorpommern auswirken.

In Schwerin streitet die Koalition aus SPD und CDU unterdessen, wie die erwarteten 20 Millionen Euro vom Bund eingesetzt werden sollen. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sicherte den Hochschulen einen nennenswerten Anteil daran zu.


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