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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 21:44 Uhr

Rostock : Studenten fordern raschen Neubau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zustände in Philosophischer Fakultät unzumutbar: Land investiert 90 Millionen in Hochschulsanierung, doch die Planungsphase zieht sich hin.

Rostocks Studenten sind sauer: Der Putz fällt von der Decke, die Heizung funktioniert nicht und den Grundschulpädagogen wächst sogar Efeu in die Seminarräume in Lichtenhagen. „Die Zustände in der Philosophischen Fakultät sind teilweise katastrophal“, sagt Michael Ganse, Lehramtsreferent des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta). Doch der geplante Neubau in der Ulmenstraße ist noch Zukunftsmusik.

Deshalb haben sich Studenten und Vertreter des Asta gestern vor der Fakultätsratssitzung der Philosophischen Fakultät (PHF) versammelt, um Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) zu zeigen, wie ernst es ihnen ist. „Die Planungsphase läuft schon seit Jahren. Wir fordern schnelle Lösungen, damit der Bau endlich starten kann“, sagt Katharina Wilke, Asta-Referentin für Hochschulpolitik. Der Neubau sei zudem dringend notwendig, damit Rostock bundesweit als Standort für Lehramtsstudiengänge weiterhin attraktiv bleibe, sagt Ganse.

Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck hat Verständnis für die Studenten, warnt aber vor Ungeduld: „Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) und die Universität arbeiten mit Hochdruck an der Realisierung des Ulmicums – einem bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung unserer baulichen Strategie, die eine Konzentration der Universität an vier Standorten vorsieht.“ Doch werde ein Bauvorhaben dieser Größe natürlich nicht von heute auf morgen umgesetzt, so der Uni-Rektor.

Im Ulmicum auf dem Campus in der Ulmenstraße sollen neben neuen Seminar- und Vorlesungsräumen auch eine neue Bibliothek und Mensa für die Studenten zur Verfügung stehen – aber ab wann, ist noch unklar. „Ich verstehe natürlich den Unmut der Studenten“, sagt Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Dass sich das Ganze verzögert, finde ich selbst sehr bedauerlich“, so der Minister. Es sei auch in seinem Interesse, das Vorhaben so schnell wie möglich umzusetzen und jede Bauverzögerung koste weiteres Geld. In den Bau der neuen PHF will das Land statt ursprünglich geplanten 37 Millionen Euro jetzt sogar 90 Millionen investieren.

Überhaupt dauere die Planungsphase nur so lange, weil immer wieder neue Ideen zum Uni-Neubau aufgekommen seien, die teilweise aber von der Zielvereinbarung zwischen Land und Universität abwichen, so Brodkorb. Doch der Minister zeigt sich enthusiastisch: „Wenn alles gut geht, könnte der Landtag noch in diesem Jahr dem Beschluss zustimmen.“ Wann die Bauarbeiten dann schließlich starten, hänge von den Projektplanungen des BBL ab.

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