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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 18:27 Uhr

Strom-Fähre stößt mit Tanker zusammen

vom

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2013 | 08:26 Uhr

Warnemünde | Bei einer Kollision der Warnemünder Strom-Fähre mit einem Tanker sind gestern Morgen zwei Frauen verletzt worden. Beide waren an Bord der Fähre "Warnow", als diese im Breitling mit dem 117 Meter langen Tanker zusammenstieß. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Wasserschutzpolizei und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) haben die Ermittlungen aufgenommen.

"Es ist das erste Mal, dass so ein Unfall in Rostock vorkommt. Das haben wir hier noch nie gehabt", sagt Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Jetzt müsse der Unfall gründlich untersucht werden. Noch gestern gab die Wasserschutzpolizei erste Ermittlungsergebnisse bekannt. Demnach war ein Lotse an Bord des Tankers. Außerdem könne Alkohol als Unfallursache ausgeschlossen werden.

Normalerweise verkehren die Fähren der Weißen Flotte tagsüber im 20-Minuten-Takt und passieren dabei stets den stark befahrenen Seekanal. Wie Hafenkapitän Ruhnke mitteilt, befand sich der holländische Tanker zum Unfallzeitpunkt im Fahrwasser und kam aus Richtung Seehafen. Jörg Lettau, Geschäftsführer der Fährreederei Weiße Flotte, sagt: "Unsere Fähre hat das Fahrwasser gequert." Durch den Zusammenstoß sei die Bugwulst der "Warnow" an einer Stelle eingedrückt worden. Die Polizei stellte ein Loch oberhalb der Wasserlinie fest. Die Fähre wurde daraufhin auf eine Werft gebracht. Spätestens Ende nächster Woche soll sie wieder einsatzbereit sein. In der Zwischenzeit soll der Takt für die zweite Fähre auf der Linie Warnemünde-Hohe Düne verstärkt werden. "Wir werden versuchen, den Rhythmus zu halten", sagt Lettau.

Am Tanker entstand nur ein leichter Schaden. Er fuhr nach dem Zusammenstoß weiter bis zur Reede vor Warnemünde. Die Berufsgenossenschaft Verkehr legte fest, dass der 7500-Tonner dort ankern muss, bis die Untersuchungen zur Unfallursache abgeschlossen sind.

Die beiden verletzten Frauen kamen ins Krankenhaus. Eine von ihnen konnte die Klinik gestern schon wieder verlassen, die andere musste stationär aufgenommen werden.

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