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Debatte um Verkehr : Strittig: Zweiter Kreisel an Uniklinik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ortsbeirat bezieht Stellung zu Vorplanung der Stadt. Die Vertreter empfinden die Linksabbiegespur in der Parkstraße als unsinnig. Zudem möchten sie einen Stellplatzverlust verhindern.

Täglich rollen zahlreiche Baufahrzeuge und Zulieferer durch die Schillingallee und die Ernst-Heydemann-Straße rund um das Universitätsklinikum. Und auch wenn die Bauarbeiten des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL MV) auf dem Campus im Hansaviertel abgeschlossen sind, erwarten die Anwohner weitere. Dann ist es Aufgabe der Stadt, die umliegenden Straßen, die von dem Verkehr der schweren Maschinen in Mitleidenschaft gezogen wurden, zu sanieren. Eine Vorplanung zur grundhaften Erneuerung der Schillingallee und der Ernst-Heydemann-Straße hat die Stadt dem Ortsbeirat vorgelegt. Dieser hat Stellung bezogen und sagt: Es soll wieder ruhiger werden im Hansaviertel. Weniger Verkehr und keine unnötigen Straßenbaumaßnahmen am Campus Schillingallee, fordern Ortsbeiratsmitglieder und Anwohner.

So lehnt das Gremium die Errichtung eines zweiten Kreisverkehrs in der Schillingallee/Ecke Heydemann-Straße entschieden ab. „Wir bezweifeln die Auslastung, da in Richtung der Wendeschleife zur Eishalle kaum jemand fährt“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Karsten Cornelius. Ein weiterer Zweig führe lediglich zu Firmen- und Forschungsgebäuden, sodass eine Verkehrsberuhigung sichergestellt sei.

Darüber hinaus kritisieren Ortsbeiratsmitglieder und Anwohner die Idee, eine Linksabbiegespur in der Parkstraße Richtung Heydemannstraße einzurichten. „Es müsste massiv in den Fahrrad- und Fußwegbereich eingegriffen werden, der außerdem mit Bäumen bepflanzt ist“, sagt Anwohner Dr. Winfried Panter. „Grundsätzlich soll die bisher geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde rund um das Klinikgelände beibehalten werden“, sagt Cornelius. Außerdem solle der fortdauernde Verlust von Stellplätzen in der Gegend endlich gestoppt werden. Viel mehr solle geprüft werden, ob es Möglichkeiten gebe, die Anzahl der öffentlichen Parkplätze zu erhöhen. Denn durch Mitarbeiter, Patienten und Besucher des Klinikums herrsche ein fortdauernder Suchverkehr, der nicht nur das Verkehrsaufkommen um die Einrichtung erhöhe, sondern auch die Anlieger um kostenfreie Stellplätze bringe, so der Ortsbeiratsvorsitzende. Er wolle das Ziel, Bewohnerparken im Gebiet durchzusetzen, weiter verfolgen.

Informationen zum aktuellen Baugeschehen am Uniklinikum sowie zum Neubau einer Kindertagesstätte mit Krippe in der Thierfelderstraße werden heute um 18 Uhr in der Ortsbeiratssitzung im Club der Volkssolidarität, Bremer Straße 24, vorgestellt.

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