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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 16:17 Uhr

Streit ums Klinik-Geld

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2012 | 06:58 Uhr

Rostock | Miese Aussichten für Rostocks Haushalt: Nach dem Klinikausschuss hat sich am Dienstag auch der Finanzausschuss für eine geringere Gewinnabführung aus der Südstadtklinik ausgesprochen. Statt der veranschlagten fünf Millionen Euro soll der kommunale Eigenbetrieb nur noch 3,5 Millionen Euro an die Stadt zahlen. Die übrigen 3,1 Millionen Euro des Gewinns aus 2011 sollen beim Krankenhaus bleiben.

"Insbesondere Investitionen sind ein wichtiges Thema für die Klinik", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Neßelmann. Und die seien ohne das zusätzliche Geld nicht zu bewerkstelligen. So wird das Klinikum in den kommenden Jahren rund acht Millionen Euro benötigen, um ein weiteres Geschoss für Intensivmedizin auf ihren Neubau zu setzen sowie einen zusätzlichen Operations-Saal einzurichten. "Schon zwischen 2005 und 2010 hat die Stadt immer mehr Geld entnommen als wir erwirtschaftet haben", sagt Klinik-Chefin Renate Fieber. Ihr ist auch die jetzt vorgesehene Entnahme von 3,5 Millionen Euro noch deutlich zu hoch. Diese Einschätzung teilt sie mit Steffen Bockhahn (Linke), dem Vorsitzenden des Finanzausschusses. "Wir greifen schon wieder die Substanz eines kommunalen Unternehmens an", sagt er.

Zumal vor dem Hintergrund, dass die Stadt 2010 bereits fünf Millionen Euro aus dem Eigenkapital der Klinik entnommen hatte. "Damals wurde vereinbart, dass sie die Chance bekommt, dieses Geld wieder aufzustocken", so Bockhahn. Davon könne mit der erneuten Gewinnabschöpfung keine Rede mehr sein. Es sei wirtschaftlich unvernünftig, mehr als den operativen Gewinn abzuführen. Das letzte Wort hat am 10. Oktober die Bürgerschaft.

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