zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. August 2017 | 06:17 Uhr

HCC : Streit um Millionen

vom

Das Holiday City Center ist geschlossen. Nun fordert der neue Eigentümer einen Millionenbetrag vom Ex-Betreiber.

Am Sonntag hat das Holiday City Center (HCC) in Schmarl den Betrieb eingestellt. Wie es mit dem für Rostocks Sportler wichtigen Zentrum weitergeht, ist noch offen – auch wegen ungeklärter Rechts- und Eigentumsfragen. „Ich habe mehrere Kauf- und Mietinteressenten“, sagt Andreas Häse, der das Objekt mit seiner Firma Atoxi Werften GbR im November 2013 von der DIV Düsseldorfer Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH gekauft hat. Die wiederum hatte das HCC nach dessen Insolvenz erworben. „Verkaufen werde ich nur unter der Bedingung, dass das HCC als Sport- und Freizeitzentrum weiterbetrieben wird“, sagt Häse.

Zunächst aber gehe es ihm um eine saubere Übergabe, so der aktuelle Eigentümer gestern vor dem Rostocker Landgericht. Dort streitet er sich mit Ex-Betreiber Oliver Nix, Geschäftsführer der HCC Verwaltungs-GmbH und der als deren Untermieter auftretenden HCC Sport GmbH, um das bewegliche Inventar des HCC. Häse will eine Unterlassungsverfügung erwirken, damit Nix das Inventar nicht – wie von ihm angekündigt – ausräumt. Laut einer Schätzung der Klägerseite, bei der sie sich auf die Bilanzen der HCC-Gesellschaften für 2013 bezieht, beträgt der Streitwert rund 35 000 Euro.

Das Gericht gibt beiden Parteien noch bis Dienstag Zeit, sich in dieser Frage außergerichtlich zu einigen. Passiert bis dahin nichts, will es eine Entscheidung treffen. Allerdings stehen noch weitere, bedeutend größere Forderungen von Häse an Nix im Raum. Insgesamt verlangt er rund eine Million Euro von ihm. Diese Summe ergebe sich je zur Hälfte  aus nicht beglichenen Betriebskosten und einer Nutzungsentschädigung, unter anderem für die Inanspruchnahme anderer Gebäude wie der Eishalle. Die bisherigen Eigentümer hätten ihre Ansprüche im Kaufvertrag mit Datum vom 25. November 2013 an ihn abgetreten, sagt Häse.

Oliver Nix wehrte sich gestern vor Gericht: „Ich bestreite alles, auch den eidesstattlich versicherten Vortrag der Kläger zu den geltend gemachten Betriebskosten und deren Umlage.“ Ihm zufolge sei die Atoxi Werften GbR gar nicht rechtmäßige Eigentümerin des HCC, ein Kaufvertrag liege ihm nicht vor. Als solche steht sie allerdings im Grundbuch, wie Häse gestern nachweisen konnte.

Nix, der nach eigenen Angaben 2006 in das HCC eingestiegen ist, muss sich unterdessen gegen weitere Anschuldigungen wehren. Torsten Fitzner, der das HCC in den 1990er-Jahren erbaut hat, und sein Sohn Sven werfen ihm vor, sie mit unfairen Mitteln ausgestochen zu haben. Er habe 2012 eine Generalvollmacht der beiden dazu genutzt, sich selbst HCC-Gesellschafteranteile zu übertragen. Sie sind ebenfalls vor Gericht gezogen und fordern mehrere Millionen Euro von Nix.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen