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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 03:40 Uhr

Rostock : Streit um die Heinkel-Mauer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt und Land mit unterschiedlichen Auffassungen / Entscheidung muss bald fallen

Die Stadt will sie einreißen, das Land erhalten lassen. Bis Jahresende, so verkündet Kulturamtsleiterin Michaela Selling, muss entschieden sein, ob die Heinkel-Mauer an der Lübecker Straße steht oder fällt. Beide Parteien müssen sich bis dahin einigen.

Die Zeit drängt vor allem, weil der städtebauliche Wettbewerb der Wiro bereits läuft. 20 Architekten und Stadtplaner fertigen Entwürfe an, wie das Wohngebiet am Werftdreieck aussehen könnte. Ein Denkmal der Größe muss dabei einbezogen werden, vor allem weil es noch als stark baufällig eingeschätzt wird. „Ich habe dem Abrissantrag zugestimmt und ich bleibe dabei“, sagt die Kulturamtsleiterin. Ein Gutachten der Firma Inros Lackner hatte den schlechten Zustand bestätigt. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hatte den Abriss allerdings im April abgelehnt und empfahl Lösungen zu finden, wie das Denkmal erhalten werden kann. Die sieht Selling nicht: „Man müsste Backsteine großflächig austauschen“, sagt sie. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis. Die Mauer war nur als Schaumauer für die Heinkelwerke an der Lübecker Straße gebaut worden und sollte nie frei stehen. Das tat sie aber seit 1993 und verfiel zunehmend. Eigentümer des Geländes und zuständig war und ist die Krieger-Grundstück GmbH – nach einer Absprache mit dem heutigen Eigner, der Wiro. Mit der will die Stadt auch den Verkehr für das neue Wohnviertel umplanen. Bleibt die Mauer, so Selling, müssten die Schienen dahinter verlaufen. „Ich kann die Mauer niemals halten.“ Ihre Position habe sie auch bei der Oberen Denkmalschutzbehörde vorgetragen.

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