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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 13:21 Uhr

Streit um den falschen Kolumbianer

vom

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2011 | 12:43 Uhr

Der feuerige Kubaner

„Thomas hat wenig Chancen gegen mich“, sagt Eddy Napoles. Der Kubaner steigt Sonnabend bei der Benefiz-Fight-Night gegen Schwimmstar Thomas Rupprath in der Scandlines Arena in den Ring. Der Erlös geht an bedürftige Kinder.

Napoles schreckt Ruppraths Bekanntheit nicht ab. Er ist sehr siegessicher: „Kubaner sind geboren für Baseball, Boxen und Tanzen.“ Vor fast 30 Jahren entschied er sich für Baseball. Er kam nach Rostock, blieb der Liebe wegen und spielt heute Baseball bei den Bucaneros. „Aber ich kann verdammt gut tanzen im Ring.“ Napoles erschließt sich seinen zweiten Volkssport, trainiert fünf Tage die Woche. Am Wochenende macht er noch Übungen. Vor Kurzem war er vier Wochen auf Kuba. Statt den Urlaub zu genießen, hat er mit Olympiasieger Maiko Romero geboxt. „Ich hab auf vieles verzichtet – Trinken, Tanzen, Party.“ Auch mit seinen deutschen Trainern ist er mehr als zufrieden. „Ich fühle mich jetzt fit, bin motiviert.“ Mit Rupprath hat er einiges vor. „Den schlag ich k.o. in der zweiten Runde. Ich werd ihm zeigen, wie man boxt, und dann schlag ich ihn.“ Doch woher kommt die Feindseeligkeit? „Ich habe nichts gegen ihn persönlich.“ Aber Rupprath machte einen Fehler. In einem Interview soll er gesagt haben, er würde gegen einen Kolumbianer boxen. Das traf die Ehre des Kubaners. Jetzt soll Rupprath das büßen. „Ich zähle schon die Tage.“ Napoles ist gewappnet.

Steckbrief von Eddy Napoles
Nickname: Montana
Alter: 47 Jahre
Gewicht: 76 Kilogramm
Größe: 1,70 Meter
Beruf: Hausmeister
Hobby: Salsa
Lieblingsfilm: Scarface
Lieblingsgetränk: Cuba Libre



Der gelassene Schwimmer

„Für den reichts noch“, sagt Thomas Rupprath. Der Schwimmstar hat Erfahrungen in sportlichen Auseinandersetzungen. „Und ich wollte immer mal boxen.“ Jetzt kommt er dazu – gegen Eddy Napoles. Der sei zwar kleiner und 13 Jahre älter. „Aber man darf Kolumbianer beim Boxen nicht unterschätzen, das können Terrier werden“, sagt Rupprath. Wieder kommt er mit der Nationalität durcheinander. Sicher nur ein Versehen – aber die pure Provokation für seinen stolzen Gegner aus Kuba, der zum Gegenschlag ausholen will. Doch auch Rupprath trainiert hart, kommt mindestens zweimal die Woche zum Training, dreimal die Woche geht er ins Fitnessstudio. Er arbeitet viel an Kondition und Beinarbeit. „Man verliert Kämpfe mit schlechter Beinarbeit.“ Das soll ihm nicht passieren. Schließlich ist der Schwimmstar Siege gewohnt. „Es macht mir auch viel Spaß, meinen Körper mal wieder richtig zu schinden. Mal einen Kopftreffer abzukriegen, sich eine blutige Nase zu holen, gehört dazu.“ Auch seine Schwachstellen gibt er zu: „Ich hab ganz empfindliche Handgelenke.“ Er macht sich keine Sorgen, dass sein Gegner ihn besiegen könnte. Der habe nämlich auch so seine Probleme, etwa mit seiner Achillessehne. „Wir kämpfen gegeneinander für einen guten Zweck. Der eine gewinnt, der andere verliert. Ich hoffe, dass ich der Gewinner bin.“ Danach geht es in den Urlaub auf die Kanaren, Kuba wäre wohl keine gute Idee.


Steckbrief von Thomas Rupprath
Nickname: Ruppi
Alter: 34 Jahre
Gewicht: 81 Kilogramm
Größe: 1,82 Meter
Beruf: Unternehmer Hypoxi & BMB
Hobby: Golf und Reisen
Lieblingsfilm: Gladiator
Titel: zweimal Weltmeister, 29-mal Europameister

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