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Verkehr : Straßenbahn-Nadelöhr droht die Vollsperrung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ingenieure stellen substanzielle Schäden an der Petridamm-Brücke fest. Jetzt plant die Stadt eine Sanierung

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Die einzige Straßenbahn-Verbindung in den Rostocker Nordosten, die Brücke am Petridamm, muss im nächsten Jahr dringend saniert werden. Andernfalls droht ihr die Vollsperrung. Bei einer turnusgemäßen Hauptprüfung 2010 und einer einfachen Prüfung 2013 gaben Ingenieure dem Bauwerk die Note 3, ab der Note 4 darf die Brücke nicht mehr befahren werden. „Das Bauwerk weist zahlreiche substanzielle Schäden insbesondere an der Oberseite auf“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung für die Bürgerschaft. Auflagerbalken, seitliche Schotterfänge und Gehwege würden unter Alkali-Kieselsäurereaktionen – Betonfraß – leiden, Geländer seien desolat und auch die Flügelwände beschädigt.

Um noch größeren Schaden und damit einen weiteren Anstieg der Kosten zu verhindern, will das Tief- und Hafenbauamt die Brücke nun grundhaft instandsetzen. Kostenpunkt: eine Million Euro. „Da die Bausubstanz und damit die Tragfähigkeit des Bauwerks als zeitgemäß zu bewerten sind, stellt eine grundhafte Instandsetzung eine langfristig wirtschaftliche Maßnahme zur Erhaltung und Verbesserung dar“, heißt es in der Vorlage. Die Sanierung sei umso dringender, da neben dem kompletten Straßenbahn-Verkehr in den Nordosten auch sämtliche genehmigungspflichtigen Schwertransporte über die Warnow über die Petridamm-Brücke rollen würden.

„Das hat auf jeden Fall fahrplantechnische Auswirkungen“, sagt Beate Langner, Sprecherin der Rostocker Straßenbahn AG. Noch gebe es allerdings keine konkreten Vorstellungen zu Alternativ-Fahrplänen. Fest stehe nur: Eine baubedingte Vollsperrung des 1913 errichteten und 1981 überholten Nadelöhrs kommt nicht infrage.

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