zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 07:27 Uhr

streik : Stillstand auf der Neptun-Werft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Beim Warnstreik der IG Metall Küste in Warnemünde beteiligten sich 500 Arbeiter aus der Metall- und Elektroindustrie

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Die Maschinen auf der Neptun-Werft stehen für kurze Zeit still. Vor dem Haupttor in Warnemünde tummeln sich gut 500 Mitarbeiter der Metall- und Elektroindustrie, um für höhere Löhne sowie eine Neuregelung der Alters- und Bildungsteilzeit zu kämpfen. „Dieser Warnstreik hat eine außerordentliche Symbolik für uns. Wir stehen für das ein, was wir wollen“, sagt Stefan Schad von der IG Metall Küste.

„Wir wollen die Verhandlungen unterstützen. Wir merken schon, dass die Anforderungen an die Fachkräfte in den vergangenen Jahren immens gestiegen sind. Daher liegt uns besonders der Aspekt der Bildungsteilzeit am Herzen“, sagt Ulrike Thiem, Betriebsratsvorsitzende von Siemens.

Nicht nur für sich kämpfen, sondern auch für die jüngeren und älteren Kollegen – dies war das Signal, das von dem gestrigen Warnstreik in Warnemünde ausging. Diese Streiks sind Teil eines norddeutschlandweiten Aktionstags, mit dem die IG Metall Druck in den laufenden Tarifverhandlungen machen will. Rostocker Arbeiter der Betriebe Neptun-Werft, Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH, Liebherr, Caterpillar, Nordic Yards, Siemens und EEW beteiligten sich. Mitarbeiter der Nordic Yards aus Wismar reisten ebenfalls für die Demonstration an.

„Ich bin hellauf begeistert, wie viele Gewerkschaftsmitglieder heute tatsächlich gekommen sind, mit so vielen haben wir nicht gerechnet“, zieht Peter Hlawaty, IG Metall-Bevollmächtigte, sein Fazit. „Es wird höchste Zeit, dass die Arbeitnehmer sehen, dass wir ernst machen und sich mit neuen Regelungen befassen“, fordert er und die Massen applaudieren ihm begeistert zu.

Hoffnung setzen die Streikenden nun in die vierte Verhandlung am 26. Februar in Hamburg. „Wenn wir nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen, werden wir drastischere Maßnahmen einleiten müssen. Anfang März berufen wir dann eine Urabstimmung unter den Mitgliedern ein“, so Hlawaty weiter. Die IG Metall Küste verhandelt für die 140  000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten sowie neue Regeln für Bildungs- und Altersteilzeit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen