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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 20:41 Uhr

Jahrestag : Stilles Gedenken an Mehmet Turgut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Politiker und Bürgerinitiative erinnern an NSU-Mord

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Am 25. Februar 2004 ist Mehmet Turgut im Neudierkower Weg erschossen worden. Zum Jahrestag der Tat hat Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) mit seinen Parteikollegen Steffen Bockhahn und Eva-Maria Kröger das Mahnmal für das Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) besucht. „Sein Schicksal hat unsere Stadt tief bewegt und sollte nicht vergessen werden“, so Nitzsche.

Die Gedenkveranstaltung hatte die Stadt dennoch bewusst in kleinem Rahmen abgehalten, verriet der Bürgerschaftspräsident. Das heiße nicht, dass der Tag für die Stadt an Wichtigkeit verloren habe. „Es muss nicht immer die Verwaltung als Hauptinitiator auftreten“, so Nitzsche. Generell müsse die Zivilgesellschaft mehr mit einbezogen werden, betonte Eva-Maria Kröger.

Für den Nachmittag hatte die Initiative „Mord verjährt nicht“ ebenfalls eine kleine Zeremonie vorbereitet. Etwa 150 Rostocker kamen, um Mehmet Turgut zu würdigen. Im Anschluss daran wurde im Jugend-Alternativ-Zentrum (Jaz) darüber diskutiert, welche Formen die Erinnerungskultur hinsichtlich hinsichtlich der NSU-Morde annehmen könnte.

Dazu hatte die Initiative eine Podiumsdiskussion organisiert, bei der unter anderem Mehmet Turguts Bruder Mustafa als Redner auftrat. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage danach, wie andere deutsche Städte mit den NSU-Morden umgingen und welche Möglichkeiten es diesbezüglich für die Hansestadt Rostock geben könnte.

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