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Steuererhöhung: Zur Kasse, Frauchen und Herrchen!

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erstellt am 27.Sep.2013 | 06:55 Uhr

Rostock | Hundehalter sollen für ihre vierbeinigen Lieblinge mehr Steuern zahlen. Am 9. Oktober wird über die Beschlussvorlage in der Bürgerschaft entschieden. Wenn die durchgeht, kommen auf die Herrchen und Frauchen der Hansestadt ab Januar 24 Euro mehr Steuern im Jahr zu. Von derzeit 84 Euro für den ersten Hund würde der Steuersatz auf 108 Euro angehoben. Der Tarif für als gefährlich eingestufte Hunde soll allerdings weiterhin bei 468 Euro bleiben. Die Stadt Rostock erwartet durch die Steuererhöhung im Vergleich zu 2013 Mehreinnahmen von rund 180 000 Euro ab dem kommenden Haushaltsjahr.

20 Prozent der Tiere sind nicht angemeldet

Auch Karsten Fennel und sein sieben Jahre alter Riesenschnauzer Yoko sind von der Erhöhung betroffen. "Ich habe nichts dagegen, eine Hundesteuer zu zahlen - ganz im Gegenteil - wenn diese dann auch für eine angenehmere Hundehaltung in Rostock eingesetzt würde", sagt Fennel. Zum Beispiel denke er da an fehlende Hundekottüten in Parks.

Jedoch ist die Hundesteuer eine örtliche Aufwandsteuer, somit nicht zweckgebunden und fließt in den allgemeinen städtischen Haushalt ein. Laut Beschlussvorlage will die Hansestadt mit der Erhöhung des Steuertarifs einer allzu umfangreichen Hundehaltung und einer damit einhergehenden übermäßigen Verunreinigung des Stadtgebiets entgegenwirken. Genau das ist der Knackpunkt für Hundebesitzer Fennel: "Parks und Straßen wären vielleicht weniger mit den Hinterlassenschaften der Hunde verschmutzt, wenn es den Hundehaltern leichter gemacht würde."

Die Stadt Rostock hatte im Vorfeld im Zeitraum von März bis Juni dieses Jahres von einer privaten Firma die Hunde zählen lassen. Mit dieser freiwilligen Befragung sollte festgestellt werden, ob, seit wann und wie viele Hunde gehalten werden. Auch die Rasse wurde notiert. Eine Schwerpunktkontrolle der Stadtverwaltung zur Hundehaltung hatte bereits 2010 ergeben, dass etwa ein Fünftel der Halter ihren Vierbeiner nicht steuerlich angemeldet haben. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der gehaltenen Hunde zudem sogar etwas zurückgegangen, jedoch kann schon jetzt von einem Anstieg der steuerlich erfassten Hunde in Höhe von etwa zehn Prozent ausgegangen werden.

Die aktuelle Beschlussvorlage ist Teil des Haushaltssicherungskonzepts für die Jahre 2013 bis 2018. Geplant war zunächst nur eine Erhöhung von 12 Euro pro Jahr. Eine Vorberatung über den Beschluss ist für den 1. Oktober im Finanzausschuss geplant, die Entscheidung wird in der Bürgerschaft gefällt.

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