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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 20:08 Uhr

Stadthafen : „Stephan Jantzen“ kommt zurück

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Eisbrecher wird vom Verein Societät Rostock maritim in den Stadthafen geholt – es fehlt nur noch eine E-Mail des Eigners.

Rostock Die „Stephan Jantzen“ kommt zurück. Eine E-Mail trennt sie noch vom Stadthafen. Der Rechtsanwalt des vermeintlichen Eigentümers, des New Yorker Geschäftsmannes Paolo Zampolli, wird sich noch in den nächsten Tagen bei Jochen Pfeiffer melden. Der Vorsitzende der Societät Rostock maritim betreut den Eisbrecher im Industriehafen. „Ich habe immer gewusst, dass ich ihn noch in den Stadthafen holen werde.“  Jetzt wird seine Vision wahr. „Schlepper und Lotsen sind schon klar“, sagt Pfeiffer. Es fehlt nur  noch die letzte Bestätigung.

Die „Jantzen“ soll an ihrem alten Liegeplatz 83 festmachen und schon bald wieder öffnen. Betreiben wird die Societät das Schiff. Täglich von 10 bis 18 Uhr sollen sich Besucher umsehen können. Die Mitarbeiter stemmen das ehrenamtlich. „Aber wenn wir es nicht tun, ist er weg“, sagt Pfeiffer. Das Schiff würde verrotten. Ein solches im Industriehafen liegen zu lassen, ungenutzt, das ginge nicht, befindet er. Reparaturen und Sanierungen werden anfallen. Finanzieren will die Societät das über die Eintrittsgelder und den Gewinn aus der Vermietung. Die Anfragen für geschlossene Feiern von Geburtstagen alter Seemänner bis zu Betriebsfeiern auf dem Eisbrecher häufen sich. „Das wird kein Problem“, sagt Pfeiffer.

Was aber nach wie vor ein Problem ist: Das Verfahren um das Eigentumsrecht zwischen Zampolli und dem zweiten angeblichen Eigentümer, Kai Gunther Lehmann, läuft noch. Es wurde von  Juli auf Dezember verlegt. Lehmann behauptet, von Zampolli als Kapitän eingesetzt, aber nicht bezahlt worden zu sein und nutzte sein „Pfandrecht“. Er besetzte das Schiff zwischenzeitig. Auch Lehmann hatte sich schon Mitte Juli zu Wort gemeldet, zugestimmt, dass die „Jantzen“ in den Stadthafen kommen und auch die Societät einziehen darf. Denn die braucht einen Ersatz für ihre Räume in der August-Bebel-Straße 1.

Dort soll 2018 ein neues städtisches Museum einziehen.  Neue Räume für die Societät wünscht sich Pfeiffer auf dem Traditionsschiff, wenn die Bürgerschaft  es in den Stadthafen holt. Plan B ist die „Stephan Jantzen“, die es aber erst einmal  zu erhalten gilt.

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