Stena Line strebt in Rostock Wachstum an

Wollen den Standort Rostock ausbauen: Routenmanager Niclas Mårtensen (v. l.), OB Roland Methling (parteilos) und Carl-Johan Hagmantohi. Foto: Torben Hinz
Wollen den Standort Rostock ausbauen: Routenmanager Niclas Mårtensen (v. l.), OB Roland Methling (parteilos) und Carl-Johan Hagmantohi. Foto: Torben Hinz

svz.de von
19. März 2013, 07:02 Uhr

Der Seehafen Rostock nimmt in der Zukunftsplanung der schwedischen Reederei Stena Line eine entscheidende Rolle ein. Das betonte Geschäftsführer Carl-Johan Hagman gestern bei einem Empfang im neuen Firmensitz in der Hansestadt. Vom Rostocker Hafen aus betreuen 40 Mitarbeiter die zum Januar von Scandlines übernommene Fährverbindung nach Trelleborg, in Kiel sitzen weitere 70 Mitarbeiter.

Die Reederei will vom zunehmenden Ostseeverkehr profitieren. Rostock könne dabei dank seiner hervorragenden Infrastrukturanbindung eine entscheidende Rolle zukommen, so Hagman. "Allein im vergangenen Jahr ist der Handel mit den osteuropäischen Staaten um sieben Prozent gestiegen", sagt er. Antriebsmotor dabei sei Deutschland - wie für ganz Europa. "Rostock spiegelt das wider und bildet nur einen ersten Schritt innerhalb unserer sehr viel größeren Ambitionen", sagt Hagman. Zunächst gehe es aber darum, die fünf von Scandlines übernommenen Linien zu konsolidieren und auszubauen.

Insgesamt betreibt Stena Line derzeit 23 Fährverbindungen. Erst am Dienstag vergangener Woche weihte die Reederei eine neue Route zwischen dem südkoreanischen Sokcho und den russischen Häfen Zarubino und Wladiwostok ein. Damit verfügt sie dank der transsibirischen Eisenbahn über einen Anschluss von Asien bis nach Westeuropa. "Für uns ist es sehr wichtig, ein Netzwerk zu bilden", sagt der Geschäftsführer.

Hauptstandbein auf der Route von Rostock nach Trelleborg sei derzeit das Frachtaufkommen. "Das ist im Gegensatz zum Personenverkehr ein stabiler Markt", so Stena-Frachtmanager Jacob Koch-Nielsen. Ohne die Lkw-Trailer wären die Fähren seinen Angaben zufolge im Winter fast leer. "Unser Ziel ist es, mehr Verkaufsressourcen in Süd- und Südosteuropa zu erschließen", sagt Koch-Nielsen. Auch eigene Züge von Rostock aus seien denkbar. Von Kiel aus schickt Stena bereits einen Zug nach Verona.

"Wir sind froh, so einen starken Partner gewonnen zu haben", sagt Christian Hardt, Sprecher der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero). Stena Line sei gerade in der Ostsee, aber auch weltweilt, eine der ganz großen und starken Reedereien.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen