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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 00:46 Uhr

Rostock : Steintor-Umbau startet erst 2018

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt schiebt Sanierung aus Kostengründen auf: Angebot übersteigt Kalkulationen um eine Million Euro. Baustart im März anvisiert

Es wurde viel spekuliert, doch jetzt ist es amtlich: Die Rostocker müssen noch ein weiteres Jahr auf die Sanierung der Steintor-Kreuzung warten. Da sich nur ein einziger Bewerber auf die Ausschreibung für die Baumaßnahme gemeldet hatte und dessen Angebot bei Weitem nicht den Kalkulationen der Stadt entsprach, hat die Verwaltung sich entschieden, die Sanierung vorerst auszusetzen. Das Angebot habe die veranschlagten 2,8 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme laut Annekathrin Haker, Sprecherin der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS), um etwa 30 Prozent überschritten – fast eine Million Euro mehr also.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten am Knotenpunkt Ernst-Barlach-Straße/August-Bebel-Straße bereits im Frühjahr beginnen. In etwa anderthalb Jahren sollte die teilweise unübersichtliche, gefährliche Verkehrssituation zwischen Pkw, Radfahrern, Fußgängern sowie Bus- und Straßenbahnen entschärft werden. Durch den Aufschub rücken jetzt auch direkt betroffene Projekte wie die Sanierung der Lindenstraße in die Zukunft. Deren Umbau ist im Anschluss an die Maßnahme an der eigentlichen Kreuzung vorgesehen.

Die erneute Ausschreibung der Baumaßnahme am Steintor soll nach aktuellem Stand im Herbst erfolgen. Bei optimalem Ablauf des Bewerbungsverfahrens und akzeptablen Angeboten sei dann mit einem Baustart in März oder April 2018 zu rechnen, so Haker.

Befürchtungen, dass der viel befahrene Knotenpunkt aus den 80er-Jahren ein weiteres Jahr ohne Erneuerung nicht durchhalten könnte, hat die RGS nicht. Aus baulicher Sicht werde die Kreuzung auch den Verkehr im nächsten Jahr schaffen. Den Vorwurf, die Arbeiten angesichts gleichzeitig stattfindender Baumaßnahmen sogar absichtlich verschoben zu haben, weist RGS-Sprecherin Haker entschieden zurück. Die für Sommer und Herbst geplanten Großprojekte, im Zuge derer teilweise Vollsperrungen der B 105 und der B 110 notwendig werden, berühren nach Ansicht der Verwaltung das Projekt Steintor-Kreuzung nur marginal. Der Aufschub der Maßnahme sei lediglich dem einzigen unterbreiteten Angebot geschuldet. Angesichts dessen habe die Stadt keine andere Entscheidung treffen können, so RGS-Sprecherin Haker.

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