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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 20:55 Uhr

Steinbrück versetzt 400 Chefs

vom

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2013 | 06:14 Uhr

Warnemünde | Lange Gesichter beim Unternehmertag im Neptun Hotel - der angekündigte Hauptredner und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat gestern 400 Geschäftsleute versetzt. Aus ganz Mecklenburg-Vorpommern waren sie angereist, um Steinbrücks Rede zu lauschen, wurden dann aber bitter enttäuscht. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) versuchte die angespannte Situation im Saal zu lockern. Mit seiner Rede zum Thema Nachhaltigkeit und anschließender Fragerunde lenkte er die empörten Gäste wieder auf die eigentliche Veranstaltung.

Faire Löhne und angemessene Arbeits- und Lebensbedingungen bilden in seinen Augen die Grundlage für eine nachhaltige Personalstrategie von mittelständischen Betrieben. "Geschäftsmodelle sind nicht nachhaltig, wenn Unternehmen dauerhaft von Sozialleistungen abhängig sind", sagte Sellering und deutete damit auf wenig zukunftsorientierte Maßnahmen wie Kurzarbeit und Ein-Euro-Jobs hin. Es sei entscheidend, dass Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern auf lange Sicht aus eigener Kraft bestehen können. Und das funktioniere ausschließlich durch qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und ein angemessenes Lebensumfeld.

Wie problematisch es für Selbstständige ist, ein Unternehmen zu gründen, zeigte Manuela Balan, Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes: "Es wird zunehmend schwierig, bei den Banken die notwendige finanzielle Unterstützung für Projekte zu bekommen." Insbesondere für Existenzgründer sei es schwer geworden, Unterstützung für gute Ideen zu bekommen.

Sellering will Werften weiter unterstützen

Auch die Vergabe von EU-Fördermitteln wird bis zum Jahr 2019 stark eingeschränkt. "Die geringen Mittel, die wir bis dahin noch bekommen, müssen wir gezielt einsetzen", so Sellering. Die weitere finanzielle Unterstützung der Werften sieht er als notwendig an. Mit dem Bau von eisbrechenden Spezialschiffen und Offshore-Plattformen seien die Nordic-Werften auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig. "Unsere Werften sollen nicht auf der Strecke bleiben", sagt er.

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