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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. August 2017 | 03:05 Uhr

Starkregen war Jahrtausendereignis

vom

Rostock | Die Sommer-Überflutungen in Evershagen-Dorf sind ein Jahrtausendereignis gewesen. Zu diesem Schluss kommt Dr. Dietmar Mehl vom Institut Biota in einem hydrologischen Gutachten, das er gestern in der Arbeitsgemeinschaft Starkniederschläge vorstellte. "Die Dauer des Regens war ungewöhnlich lang", sagt er.

Die Arbeitsgemeinschaft sucht nach Lösungen, neue Überflutungen künftig zu verhindern. So soll ein Fanggraben ausgehoben werden, der die Häuser vor Wasserströmen aus Richtung Obstplantage schützt. Weiterhin schlägt Mehl eine Entlastungsleitung und eine Absenkung des Geländes neben dem Brigitte-Reimann-Weg vor. Generell müssten das Regenwassernetz verbessert und die Senkenlage entschärft werden.

Insgesamt allerdings zeigt der Hydrologe sich zufrieden mit der Leistungsfähigkeit des Systems: "Es ist nach normalen Grundlagen vernünftig bemessen." Die Kapazität auf ein Jahrtausendereignis auszuweiten, sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Die Analyse habe zudem gezeigt, dass der Regen im Wohngebiet zusammen mit den Wasserströmen von der Plantage die Überschwemmungen verursacht habe.

Bis zum nächsten Treffen Anfang nächsten Jahres wollen die beteiligten Verbände und Ämter Zuständigkeiten und Finanzierung ausloten. Gleichzeitig appellieren sie an die Eigenvorsorge der Betroffenen.

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erstellt am 02.Dez.2011 | 09:55 Uhr

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