Starfotograf stellt in der Kunsthalle aus

<strong>Mit der Ausstellung </strong>blickt Steve Schapiro auf sein Lebenswerk zurück. Die Retrospektive zeigt knapp 150 seiner Arbeiten. <foto>Georg Scharnweber</foto>
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Mit der Ausstellung blickt Steve Schapiro auf sein Lebenswerk zurück. Die Retrospektive zeigt knapp 150 seiner Arbeiten. Georg Scharnweber

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22. März 2013, 07:58 Uhr

Reutershagen | In der Rostocker Kunsthalle eröffnet heute eine Ausstellung der ganz besonderen Art: Unter dem Titel "Then and now" zeigt das Museum in Zusammenarbeit mit der Ospa-Stiftung eine Retrospektive der Arbeit des amerikanischen Fotografen Steve Schapiro. Bekanntheit erlangte der heute 78-Jährige vor allem durch seine Aufnahmen berühmter Persönlichkeiten an Filmsets. "Er war immer dabei und hat alles fotografiert", so Ulrich Ptak, Kurator der Kunsthalle. Anhand der knapp 150 ausgestellten Bilder, die von 1959 bis 2012 entstanden, können die Rostocker nun das Werk des international anerkannten Fotografen nachvollziehen. "Es sind auch 50 Arbeiten dabei, die noch nie gezeigt wurden", so Kunsthallen-Chef Dr. Jörg-Uwe Neumann.

Künstler verarbeitet vielfältige Themen

Schapiro möchte aber nicht nur als Hollywood-Fotograf verstanden werden, so Ptak. Er habe vor allem die Gesellschaft der 1960er- bis 80er-Jahre nachgezeichnet. So finden sich unter den ausgestellten Arbeiten neben Porträts von Robert de Niro oder Barbra Streisand auch Bilder, die sich mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung auseinandersetzen. "Ich bin quer durch Amerika gereist. Dadurch wurde ich für die Probleme der Bürgerrechtsbewegung sensibilisiert", erzählt Schapiro.

Festgelegt hat sich der Fotograf jedoch nie. In seinem Werk hat er das Leben von Wanderarbeitern im Süden der USA ebenso wie das Lebensgefühl der Hippies oder das Schicksal von Drogenabhängigen im New Yorker Stadtteil Harlem verarbeitet. "Ich habe alles fotografiert, von Präsidenten bis zu Pudeln", so Schapiro. Während seiner Schaffenszeit hat der Amerikaner mit vielen international bekannten Magazinen zusammengearbeitet. So zierten seine Fotos beispielsweise die Titelseiten von Newsweek oder Life.

Die in der Kunsthalle ausgestellten Fotografien wurden über Monate zusammengetragen. Die ausgestellten Arbeiten seien Leihgaben aus den USA, Schweden und England sowie vom Künstler selbst, so Neumann. Laut Ptak war Schapiro gleich von der Idee der Ausstellung begeistert. "Es hat ihn glücklich gemacht, dass wir eine Retrospektive machen wollen", so Ptak. Eine Ausstellung in einem Museum wie der Kunsthalle werte die Bilder auf ganz besondere Weise.

Davon können sich die Rostocker heute um 18 Uhr bei der Ausstellungseröffnung überzeugen. Schapiro verlässt die Hansestadt am Montag wieder, um in seine Heimatstadt Chicago zurückzukehren. Seine Bilder bleiben: Die Rostocker können sich die Fotografien noch bis zum 5. Mai anschauen.

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