Rostock : Stadtwehrführer bleibt weitere sechs Jahre im Amt

Die Feuerwehr wählte und ehrte ihre Mitglieder (v. l.): Uwe Eberhardt wurde neuer stellvertretender Stadtbrandmeister. David Eberhardt, Lutz Kalkschies-Diezel  und Andy Meschkat wurden mit der silbernen Ehrennadel für ihre Verdienste ausgezeichnet.
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Die Feuerwehr wählte und ehrte ihre Mitglieder (v. l.): Uwe Eberhardt wurde neuer stellvertretender Stadtbrandmeister. David Eberhardt, Lutz Kalkschies-Diezel und Andy Meschkat wurden mit der silbernen Ehrennadel für ihre Verdienste ausgezeichnet.

Bei Jahreshauptversammlung erhält Steffen Grafe eine knappe Stimmenmehrheit und zieht danach Bilanz aus dem Jahr 2013.

svz.de von
24. März 2014, 08:00 Uhr

Für weitere sechs Jahre bleibt Steffen Grafe Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Rostock. Auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes am Sonnabend im Gerätehaus Warnemünde wurde er mit knapper Mehrheit der Stimmen wiedergewählt.

Im anschließenden Jahresbericht zog Grafe Bilanz über die Arbeit der Wehren in den vergangenen zwölf Monaten. Die fünf Wehren wurden dabei zu insgesamt 722 Einsätzen gerufen, die ingesamt rund 1900 Arbeitsstunden umfassten – darunter 353 Brände, 14 Einsätze mit gefährlichen Stoffen, sieben Brandsicherheitswachen und 58 sonstige Einsätze. 67-mal wurde Fehlalarm ausgelöst.

Zum Jahresende konnte der Verband 193 Einsatzkräfte – davon 27 Frauen, 14 Mitglieder in den Reserveabteilungen und neun fördernde Mitglieder – verzeichnen. Die Ehrenabteilung zählte 25 Mitglieder. 58 Jungen und elf Mädchen sind außerdem in der Jugendfeuerwehr aktiv. ,,Leider kämpfen vier von fünf Jugendwehren mit starkem Mitgliederrückgang“, bedauert Grafe die fehlende Motivation unter den Kindern und Jugendlichen. Die zu verbessern, ist Aufgabe einer Arbeitsgemeinschaft, in der die Rostocker mit dem Landesfeuerwehrverband intensiv zusammenarbeiten wollen. Außerdem hätte die Jugendfeuerwehr mit finanziellen Sorgen bei nötigen Anschaffungen zu kämpfen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Verbandes ist die Unfallvorsorge in den eigenen Reihen. Grafe bemängelte die Kooperation der Verantwortlichen aus Politik und Stadtverwaltung. Entsprechende Schutzbekleidung soll dabei ewiger Streitpunkt sein und nur zögerlich oder gar nicht gestellt werden: „Dies ist unseres Erachtens das Mindeste dafür, dass wir ehrenamtlich zum Schutze der Bürger dieser Stadt beitragen“, appellierte Grafe an die Verantwortlichen.

Die Stimmung im Verband ist auch deshalb angespannt, weil die Staatsanwaltschaft im August 2013 zwei Wehren durchsucht und zwei Computer beschlagnahmt hatte. Zuvor hatte es Hinweise gegeben, dass interne Daten an Dritte weitergegeben wurden. Aus Verärgerung darüber hatten gut 100 der 180 Feuerwehrleute mehrere Tage ihren Dienst eingestellt. Die entsprechenden Untersuchungen dauern indes weiter an.

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