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Hansaviertel : Viel mehr als nur das Ostseestadion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bewohner des Hansaviertels schätzen großzügige Bauweise, Nähe zu den Grünanlagen und zahlreiche Sportmöglichkeiten. Zu wenig Parkplätze sind ein Problem

Es sind drei große Kerne, die das Hansaviertel ausmachen, sagt Dr. Winfried Panter, der 1955 zum Studium nach Rostock gekommen ist: „Der Sportkomplex rund um das Stadion, die Uniklinik und der Barnstorfer Wald.“ Angefangen hatte Panters Leben in der Hansestadt im Studentenwohnheim in der Thierfelder Straße – „mit zehn Mann auf einer Bude“, sagt er. Nach Zwischenstationen in der KTV und der Südstadt zog es ihn 1977 mit der Familie wieder zurück ins Hansaviertel. „In dieser Wohnung leben wir bis heute und sind sehr zufrieden“, resümiert der 79-Jährige. Vor allem die lockere Bebauung, die guten Verkehrsanbindungen und die Nähe zur Grünen Lunge der Stadt machen den Stadtteil wohnens- und lebenswert. „Der Barnstorfer Wald ist ein echtes Naherholungsgebiet und lädt zu Spaziergängen sowie zu sportlichen Aktivitäten ein“, sagt Panter.

Das Hansaviertel gehört zwar zu den flächenmäßig kleinsten Stadtteilen Rostocks, beherbergt aber zahlreiche wichtige Sportstätten und Einrichtungen mit landesweiter Bedeutung. „Wir haben neben dem Ostseestadion, der Eis- und der Schwimmhalle zudem auch ein großartiges Leichtathletikstadion, das inzwischen leider viel zu wenig genutzt wird“, so Panter. Das läge zum einen daran, dass durch eine große Auswahl an neuen Trendsportarten das Interesse an der Leichtathletik sinken würde, aber auch daran, dass Sport- und Turnvereine nicht mehr so stark gefördert würden wie früher. Der Wahl-Rostocker weiß, wovon er spricht, denn er war von 1999 bis 2009 Ortsbeiratsvorsitzender in seinem Hansaviertel. Trotzdem gäbe es inklusive des Fitnessstudios im LT-Club eine große Menge an Sportmöglichkeiten im Stadtteil – für Menschen allen Alters.

Mit der Universitätsmedizin befindet sich im Hansaviertel zudem eine der bedeutendsten Einrichtungen in ganz MV. Zusammen mit der Uni Rostock gilt die Klinik als größter Arbeitgeber des Landes. Mit dem Bau der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) befindet sich dort derzeit auch die größte Baustelle MVs. Nicht zu vernachlässigen sei außerdem die Hanse Kaserne des Marinekommandos in der Kopernikusstraße. „Die Marine ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort für Rostock, der natürlich auch neue Bewohner in die Stadt zieht“, sagt Panter. Die hätten mit dem Geschäftskomplex in der Hans-Sachs-Allee hervorragende Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Fazit: Die Versorgung im Stadtteil ist ausgezeichnet.

Zudem ist das Hansaviertel ein sehr sicheres Wohngebiet. „Das liegt vor allem an den guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Viele wohnen schon seit Jahrzehnten hier“, sagt Panter. Man passe aufeinander auf und helfe sich gegenseitig. Dabei würden auch die jüngeren Bewohner, die neu hinzukommen, stets integriert. „Und die Zusammengehörigkeit in der Gegend erhöht natürlich auch die Wohnqualität“, so der 79-Jährige.

Mit vier Kitas sei der Stadtteil auch für jüngere Generationen gewappnet, was allerdings fehle, sei eine Schule. „Wir merken deutlich, dass immer mehr junge Familien mit Kindern herziehen. Da liegt die Überlegung nahe, ob in Zukunft nicht vielleicht wieder eine Schule vor Ort angebracht wäre“, so Panter.

Ein echtes Problem sei zudem noch immer die Parksituation im Hansaviertel. „Klar, es ist bei Weitem nicht so schlimm wie in der KTV, das wissen wir. Auch der Bau des Parkhauses war eine echte Entlastung. Es reicht aber eben nicht“, sagt der Hansaviertler. Gerade die Gegend um das Klinikum sei stark betroffen. Mit der Idee des Bewohnerparkens sei er in seiner Zeit als Ortsbeiratsvorsitzender zwar gescheitert, doch werde sie weiterhin durch das Gremium verfolgt. „Überhaupt würde ich mir wünschen, dass der Ortsbeirat viel höher frequentiert wird. Es gibt immer viele, die meckern, aber nichts tun“, sagt Dr. Winfried Panter.

Das Fazit:

 
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